Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesumweltministerium startet ein neues Förderprogramm zur Renaturierung von Auen kleinerer Flüsse in Höhe von 59 Millionen Euro. „Die Wasserläufe sind unsere Lebensadern“, sagte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). „In unserem Fortschrittsglauben dachten wir Menschen, wir müssten die Flüsse bezwingen, ihnen die Aue abringen. Das war ein Fehler, den wir wiedergutmachen müssen.“
Er begründete den Handlungsdruck mit der aktuellen Trockenheit. „Wir haben zwar etwas Schnee, der wegen der Minusgrade liegen bleibt“, so Schneider. „Tatsächlich gibt es aber seit Monaten zu wenige Niederschläge und in vielen Regionen eine echte Winterdürre.“
Gefördert werde mit dem in Kürze startenden Programm die Wiederherstellung von Lebensräumen an Flüssen und auch der Rück- oder Umbau von Entwässerungen in Verbindung mit den Renaturierungsmaßnahmen, hieß es aus dem Ministerium. Antragsberechtigt seien Kommunen, Naturschutzverbände und Landesbehörden. Die Webseite zur Antragsstellung werde gerade aufgesetzt.
Die neue Förderung ergänzt ein Programm zur Renaturierung von Auen an Bundeswasserstraßen, mit dem seit 2019 Auen an elf Flüssen renaturiert wurden, von der Aller bis zur Werra. In den vergangenen Jahrzehnten seien sehr viele Flüsse quasi in Kanäle verwandelt worden, um sie zu beherrschen, sagte Schneider. „In der Folge ist das Leben drum herum verschwunden. Schon die Abflachung des Ufers und die Wiederanbindung der Aue wie an der Werra kann dazu führen, dass Insekten, Molche und kleine Fische zurückkehren. Intakte Flussauen sind die artenreichsten Ökosysteme Europas.“
Neben der Natur profitiere auch die Wirtschaft. „Wir waren immer ein wasserreiches Land. Jetzt müssen wir uns darauf einstellen, dass in ganzen Regionen die Grundwasserspiegel zu niedrig sind“, erklärte der SPD-Politiker. Das Berliner Umland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern seien besonders betroffen. „Wenn das so weitergeht, ist das schlecht für die Wasserversorgung und kritisch für die Landwirtschaft. Auch viele Industriezweige wie die Chemie und Chiphersteller sind von ausreichend Wasser abhängig. Die Renaturierung von Flussauen und die Wiedervernässung von Mooren sind unerlässliche Maßnahmen, um das Wasser zu halten.“
Foto: Fluss Sinn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ausgaben des Bundes sind in den Jahren 2014 bis 2024 sehr viel schneller in die Höhe geschossen als die Einnahmen – und zwar nicht so sehr wegen der teils hohen Inflationsraten, der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs oder mehrerer staatlicher Investitionsoffensiven, sondern vor allem aufgrund gestiegener Sozial- und Zinskosten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das der Interessensverband „Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft“ (VBW) in Auftrag gegeben hatte und über das die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgaben) berichtet.
Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Bayer Leverkusen hat sich am Dienstagabend mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli für das Halbfinale des DFB-Pokals qualifiziert. Vor heimischem Publikum in der BayArena setzte sich der Favorit gegen den Bundesliga-Abstiegskandidaten durch und bleibt auf Titelkurs.
Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Bundesregierung wächst die Bereitschaft, „Buy European“-Regeln zum Schutz der eigenen Wirtschaftsinteressen zu erlassen. „Freihandel ist sicherheitspolitisch blind“, schreibt Armin Steinbach, Chefvolkswirt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Buy European“ könne helfen, „kritische Abhängigkeiten und ökonomische Klumpenrisiken zu adressieren“.
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein (CDU), hat sich in der Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eindeutig positioniert. „Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe).
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts des Stopps von Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) über Zulassungsanträge für Integrationskurse wirft die Grünenfraktion Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) Sabotage vor.
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Planungen für eine Nato-Mission zum besseren Schutz der Arktis-Region um Grönland herum werden konkreter. Der Oberbefehlshaber der Nato, US-General Alexus Grynkewich, gab die Order, die militärischen Planungen für die Mission „Arctic Sentry“ (Wächter der Arktis) zu beginnen, berichtet der „Spiegel“.
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