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Bürgerrechtler kritisieren Pläne für digitales Gewaltschutzgesetz

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Computer-Nutzerin, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Digital-Bürgerrechtler kritisieren eine deutliche Ausweitung von Auskunftsansprüchen, die in den Eckpunkten des Bundesjustizministeriums von Marco Buschmann (FDP) zum geplanten Gesetz gegen digitale Gewalt vorgesehenen ist. „Die enorme Ausweitung des Anwendungsbereichs der Auskunftsrechte halte ich für ein großes Problem“, sagte Erik Tuchtfeld, Vorsitzender des SPD-nahen digitalpolitischen Vereins D64, der „Welt“ (Mittwochausgabe).

„Die Ausweitung auf Verletzungen aller absoluten Rechte ist viel zu weitgehend“. Die Schwelle eines lediglich übertretenen zivilen Rechtsverhältnisses reiche „nicht aus, den Schutz der Anonymität zu verwehren, der für viele sehr wichtig ist, um ihre Meinungsfreiheit ausüben zu können“. In den Eckpunkten heißt es etwa: „Künftig soll das Auskunftsverfahren in allen Fällen einer rechtswidrigen Verletzung absoluter Rechte eröffnet sein, … z.B. Restaurantkritik: Schädigung durch wahrheitswidrige Nutzerkommentare).“ Tuchtfeld sagte dazu: „Eine wahrheitswidrige Restaurantkritik hat nichts mit digitaler Gewalt zu tun. Unter dem Deckmantel des sehr löblichen Ziels, mehr für die Betroffenen von strafbarer Hassrede zu tun, werden ganz andere Interessen verfolgt. Hier ist die Meinungsfreiheit betroffen.“

Tuchtfeld befürchtet zudem eine Gefahr für Whistleblower, die im Schutze der Anonymität Missstände in großen Unternehmen aufdecken. „Hier ist die Behauptung ungerechtfertigter Angriffe für Unternehmen besonders attraktiv. Das Unternehmen kann dann versuchen, mit staatlichen Zwangsmitteln die Anonymität der Person offenzulegen.“

Ulf Buermeyer, Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte, sagte: „Das Justizministerium sollte die Accountsperren als klar umrissenes Reformprojekt jetzt zügig umsetzen und dieses einfache Vorhaben nicht mit den heiklen Auskunftsansprüchen zusammenwerfen. Denn die Auskunftsansprüche gehen sehr weit und bergen zu viele Risiken und Missbrauchsmöglichkeiten.“ Mit der Kritik konfrontiert, sagte die innerhalb der Grünen-Bundestagsfraktion für das Gesetzesvorhaben zuständige Abgeordnete Renate Künast der „Welt“: „Ich finde es gut, dass hier alle Akteure genau hinsehen und kritische Punkte anmerken. Deshalb nehme ich die geäußerten Bedenken erst einmal als wichtige Hinweise auf.“

Die Rechtspolitikerin verweist darauf, dass bereits in den Eckpunkten festgehalten ist, dass die neuen Regelungen verhältnismäßig sein müssten. „Das gilt für den Schutz der Persönlichkeitsrechte, es gilt aber auch für das Recht auf Anonymität im Netz“, so Künast. „Darauf werden wir beim Gesetzentwurf ganz genau achten.“


Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

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EU-Parlament gibt grünes Licht für Reform des EU-Emissionshandels

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EU-Parlament in Straßburg, über dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Das Europäische Parlament hat grünes Licht gegeben für eine Reform des EU-Emissionshandels. Das Instrument soll auf fast alle Sektoren ausgeweitet werden, insbesondere auf die Bereiche Gebäude und Verkehr.

Rund 85 Prozent aller europäischen CO2-Emissionen sollen damit zukünftig an Emissionsrechte gebunden sein. Deren Menge soll kontinuierlich absinkend. Verschiedene Vorkehrungen sollen zudem dafür sorgen, dass die Preise nicht zu stark ansteigen können und im Gebäude- und Verkehrsbereich schon ab 45 Euro pro Zertifikat abgefedert werden. Auf die Reform hatten sich am 18. Dezember 2022 das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission im Rahmen der sogenannten „Trilog“-Verhandlungen geeinigt.

Damit die Änderung in Kraft treten kann, muss nun noch der Rat formal zustimmen. Sven Giegold (Grüne), Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sieht im Emissionshandel einen „verbindlichen Deckel für Treibhausgasemissionen“. Die Einigung sei wegweisend für die Klimaziele der EU. „Diese Reform des EU-Emissionshandels stellt die Weichen für den Umbau der europäischen Wirtschaft hin zu Klimaneutralität. Damit setzt die EU auch weltweit neue Maßstäbe im Klimaschutz“, so Giegold.

Mit dem Klimasozialfonds sollen zudem einkommensschwache Haushalte und finanziell schwächere Kleinstunternehmen nicht allein gelassen werden. „Um die finanziellen Belastungen der zusätzlichen CO2-Bepreisung für einkommensschwächere Haushalte abzufedern, wird ein neuer Klimasozialfonds in Höhe von 65 Milliarden Euro eingerichtet“, sagte der Grünen-Politiker. „Mit der Einigung zum europäischen Emissionshandel ist nun der größte Teil des Fit-for-55-Programms ausverhandelt. Das Programm enthält alle Maßnahmen mit der die EU-Mitgliedstaaten ihre verschärften Klimaziele – die CO2-Emissionen der EU müssen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 absinken – erreichen wollen.“


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Rechnungshof verlangt mehr Transparenz beim Klimaschutz

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Bundesrechnungshof, über dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesrechnungshof verlangt mehr Klarheit über den Nutzen milliardenschwerer Klimaschutzprogramme des Bundes. „Die Bundesregierung weiß derzeit nicht, was die von ihr veranlassten Maßnahmen im Klimaschutz kosten und wie sie in der Gesamtschau wirken“, heißt es in einem Prüfbericht des Rechnungshofes, über den die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet.

„Ihr fehlt ein Verfahren, mit dem sie die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Klimaschutzmaßnahmen erfassen kann.“ Nötig sei ein „Klimahaushalt“, verlangen die Rechnungsprüfer des Bundes. Darin müsse die Bundesregierung für jede Maßnahme „die geplanten und erzielten Treibhausgasminderungen sowie die damit verbundenen Ausgaben und Einnahmen angeben“. Für jeden ausgegebenen Euro müsse so klar werden, ob er dem Klima nutze, ihm schade oder spurlos an ihm vorbeigehe.

„Bundestag und Öffentlichkeit müssen erfahren, was der Staat für den Klimaschutz ausgibt und was dieses Geld bewirkt“, sagte Kay Scheller, der Präsident des Bundesrechnungshofes, der SZ. Beispiele für derlei Klarheit gibt es in Österreich und Frankreich, die neuerdings den positiven oder schädlichen Umweltwirkungen ihrer Staatsausgaben in eigenen Berichten nachgehen. „Die Bundesregierung braucht endlich klare Sicht auf Deutschlands Weg zur Klimaneutralität“, forderte Scheller. „Ohne einen solchen Überblick kann sie ihre Klimaschutzpolitik nicht zielgenau steuern.“


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Von der Leyen und Borrell für Risikominderung in China-Politik

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Ursula von der Leyen, über dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben sich hinsichtlich der europäischen China-Politik für eine Risikominderung ausgesprochen. „Für mich ist eine Entkopplung aus europäischer Sicht weder tragfähig noch wünschenswert oder gar praktikabel“, sagte von der Leyen am Dienstag in einer Rede vor dem Europäischen Parlament.

Europa müsse „in puncto Risikominderung bei zentralen und sensiblen Fragen in unseren Beziehungen einiges tun“, forderte sie. „Die Devise ist also: Risikominderung statt Entkopplung.“ Die europäische Wirtschaft müsse wettbewerbsfähiger und krisenbeständiger werden. Daran arbeite man bereits mit Gesetzen zu Mikrochips, kritischen Rohstoffen und zur Netto-Null-Industrie.

„Wir müssen sicherstellen, dass das Kapital unserer Unternehmen, ihr Sachverstand und ihr Wissen nicht dazu genutzt werden, die militärischen und nachrichtendienstlichen Fähigkeiten derjenigen zu stärken, die für uns auch systemische Rivalen sind“, ergänzte sie. Von der Leyen mahnte außerdem eine engere Abstimmung mit Partnern an. „So können wir uns insbesondere breiter aufstellen, unsere Lieferketten reißfester machen und unsere eigenen Schwachstellen ausräumen“, sagte die Kommissionspräsidentin. Auch Borrell pochte auf mehr Abstimmung – auch innerhalb der EU. Damit der Dialog mit China klar und effektiv geführt werden könne, „müssen wir unsere Positionen abstimmen und sie nicht mit einer Stimme zum Ausdruck bringen, denn wir haben eine Vielzahl von Stimmen, sondern wie ein gut abgestimmter Chor“, sagte er vor dem Parlament.

In Nachgang zu seiner Rede ergänzte der Außenbeauftragte auf Twitter: „Die EU-Strategie von 2019 definiert China als Partner, Konkurrenten und systemischen Rivalen. Die Strategie muss neu kalibriert werden, um sie an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.“ Das Verhältnis zu China sei zunehmend geprägt von Rivalität und Wettbewerb, „doch wir sollten Zusammenarbeit und Dialog nicht verwerfen“, sagte er. „Im Bereich Wirtschaft/Handel brauchen wir De-Risking und strategische Autonomie, was im Grunde dasselbe ist: Diversifizierung der Lieferungen, Umstrukturierung der Wertschöpfungsketten, Überprüfung von Investitionen und Entwicklung von Instrumenten zur Bekämpfung von Zwang“, so Borrell.

„Aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass De-Risking Risiken birgt.“


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Mehrheit hat für Protest mit Straßenblockaden kein Verständnis

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Klimaprotest, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – 79 Prozent der Bundesbürger hat kein Verständnis für Protestaktionen, mit denen der Straßenverkehr flächendeckend lahmgelegt werden soll. Das zeigt das aktuelle Trendbarometer des Meinungsforschungsinstitut Forsa, das im Auftrag der Sender RTL und ntv vom 14. bis 17. April 1.003 Menschen befragt hat.

Die Gruppierung „Letzte Generation“ hatte zuvor angekündigt, in Berlin und anderen Städten mit ihren umstrittenen Aktionen auf ihre Forderung nach einer drastischen Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehr aufmerksam zu machen. 20 Prozent der Befragten zeigte für diese Art von Protestaktionen Verständnis. Mehrheitlich Verständnis für die Protestformen der Klima-Aktivisten äußern ausschließlich die Anhänger der Grünen (52 Prozent).


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Große Mehrheit weiter gegen Verbot von Öl- und Gasheizungen

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Gasheizung, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das ab 2024 geplante Verbot des Einbaus von mit Gas und Öl betriebenen Heizungen stößt in der Bevölkerung weiterhin auf Ablehnung. In einer Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv sprach sich wie schon Anfang März die große Mehrheit (78 Prozent) gegen ein solches Verbot aus.

Unverändert halten nur 18 Prozent der Bundesbürger die Maßnahme für richtig. Lediglich unter den Anhängern der Grünen unterstützt eine knappe Mehrheit (53 Prozent) die Pläne des Bundeswirtschaftsministers. Nur wenige Bundesbürger (12 Prozent) glauben, dass die Heizkosten für die Verbraucher langfristig sinken, wenn künftig Öl- und Gasheizungen nach und nach durch Heizungen ersetzt werden, die weitgehend Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen. 62 Prozent gehen dagegen von steigenden Heizkosten aus.

23 Prozent erwarten keine wesentliche Veränderung. Die Daten für die Umfrage wurden vom 14. bis 17. April erhoben. Datenbasis: 1.003 Befragte.


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Heil plant Pflicht zu elektronischer Aufzeichnung der Arbeitszeit

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Hubertus Heil, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Beschäftigten in Deutschland sollen gesetzlich dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitszeit für jeden Tag elektronisch aufzuzeichnen. Allerdings sollen die Tarifpartner sowie Unternehmen und Betriebsräte Ausnahmen vereinbaren können.

Dies sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, der das Arbeitszeitgesetz umfassend neu regeln soll und über den die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet. Darüber werde nun innerhalb der Bundesregierung abgestimmt, hieß es demnach aus Regierungskreisen. Die sogenannte Vertrauensarbeitszeit soll weiterhin möglich sein. Arbeitsminister Heil plant demnach, Arbeitgeber dazu zu verpflichten, „Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit der Arbeitnehmer“ am jeweiligen Arbeitstag „elektronisch aufzuzeichnen“.

Die Beschäftigten könnten ihre Arbeitszeit selbst dokumentieren, dies könne aber auch durch „einen Dritten erfolgen“, zum Beispiel einen Vorgesetzten, heißt es in dem Entwurf. Letztlich sei allerdings der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass die Arbeitszeit ordnungsgemäß erfasst werde. Zudem sollen die Beschäftigten das Recht erhalten, dass der Arbeitgeber sie über die aufgezeichneten Stunden informiert und ihnen Kopien der Angaben aushändigt. Die Regelungen sollen parallel auch für Beamte gelten.

Das Arbeitsministerium reagiert mit den Gesetzesplänen auf Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesarbeitsgerichts (BAG), die eine Erfassung der Arbeitszeiten verlangt hatten. Das Urteil des BAG vom vergangenen September verpflichtet bereits jetzt Arbeitgeber, die Arbeitszeit flächendeckend aufzuzeichnen; das Wie und Ausnahmen werden nun politisch geregelt. Gewerkschaften hatten das Urteil begrüßt, Wirtschaftsvertreter hingegen harsch kritisiert als weitere bürokratische Last für Unternehmen. Arbeitsminister Heil hatte nach dem Urteil eine praktikable Lösung versprochen, es werde keine Rückkehr zur Stechuhr geben, sagte er.

Laut dem Gesetzentwurf können Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften per Tarifvertrag Ausnahmen von der täglichen Aufzeichnungsfrist vereinbaren oder Klauseln, die eine Regelung auf Unternehmensebene durch Management und Betriebsräte eröffnen. Sie können festlegen, dass die Arbeitszeit in „nicht elektronischer Form“ aufgezeichnet wird, also auf Papier; dass die Stunden nicht am selben Tag, sondern erst später aufgezeichnet werden, spätestens aber eine Woche nach der geleisteten Arbeit. Und sie können festlegen, dass auf die Erfassung ganz verzichtet wird. Dies gelte bei Arbeitnehmern, bei denen die Arbeitszeit wegen besonderer Merkmale der Tätigkeit „nicht gemessen oder im Voraus festgelegt wird“ oder von den Arbeitnehmern „selbst festgelegt werden kann“: Dies könnte etwa auf Forscher zutreffen.

Auch Kleinbetriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern können auf eine elektronische Aufzeichnung verzichten. Debatten könnte es noch über die Vertrauensarbeitszeit geben. Bei diesem weitverbreiteten Modell verzichtet der Arbeitgeber darauf, Beginn und Ende der Arbeitszeit festzulegen, Arbeitnehmer müssen hier ihre Stunden selbst aufschreiben. Die Vertrauensarbeitszeit soll weiterhin möglich sein, allerdings müsse der Arbeitgeber auch hier sicherstellen, dass Beschäftigte die gesetzliche Höchstdauer und die Ruhezeiten einhalten.

Durch die Vertrauensarbeitszeit werde die Aufzeichnung der Arbeitszeit „nicht entbehrlich“.


Foto: Hubertus Heil, über dts Nachrichtenagentur

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Equinor Ventures investiert in Semodia

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Semodia Finanzierungsrunde von ca. 2 M€

Die Semodia GmbH mit Sitz in Radebeul (nahe Dresden) hat sich eine Finanzierungsrunde von ca. 2 M€ gesichert.

Das Startup ist Anbieter von modularen Software-Lösungen, mit der Kunden aus der Energie- und Prozessindustrie ihre Anlagen flexibler und einfacher auslegen, integrieren und betreiben können. Neben Equinor Ventures haben sich auch der bereits investierte TGFS Technologiegründerfonds Sachsen sowie ein erfahrener Business Angel Investor an der Series A-Runde beteiligt.

„Semodia ist ein spannendes, aufstrebendes Unternehmen mit großem Potenzial, die Integration von Systempaketen in industriellen Prozessen zu transformieren. Wir freuen uns darauf, mit Semodia zusammenzuarbeiten, um die Technologie und das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.“, sagte Kjersti Reinsnos, Leiterin von Equinor Ventures Europa. Equinor Ventures führte die Runde mit einem siebenstelligen Betrag an. Dies ist das erste Venture-Capital-Investment des norwegischen Energiekonzerns in Deutschland.

„Der TGFS beteiligt sich erneut an Semodia, da das Unternehmen großes Wachstumspotential aufweist und seit unserem Erstinvestment aufgezeigt hat, wie wertvoll der Einsatz von MTP in industriellen Prozessen ist. Als Bestandsinvestor war für uns daher klar, dass wir wieder an der Finanzierungsrunde teilnehmen.“, so Sören Schuster (Geschäftsführer TGFS).

Die Geschäftsführer und Gründer der Semodia GmbH, Anna Menschner und Dr. Stephan Hensel, freuen sich über das entgegengebrachte Vertrauen und auf die weitere Zusammenarbeit: „Mit diesem großartigen Investorenteam an unserer Seite können wir nun unsere Vision verfolgen, mit Hilfe unserer Softwarelösungen eine Verbindung zwischen Produzenten, Betreibern und Lieferanten in der Energietechnik und Prozessindustrie zu schaffen.“

Semodia plant, die neuen Mittel insbesondere in die Weiterentwicklung der eigenen Web-Plattform namens MTPlatform (mtp.semodia.com) zu investieren, das weitere Wachstum voranzutreiben sowie neue Märkte zu erschließen.

Bild Anna Menschner und Dr. Stephan Hensel

Quelle CFH Management GmbH

Dax legt am Mittag zu – Banken vorn

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Dienstag nach einem bereits positiven Start bis zum Mittag weiter zugelegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 15.870 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.

Bankenpapiere waren gegen Mittag, neben denen des Münchner Triebwerksherstellers Aero Engines, besonders gefragt. An der Spitze der Kursliste befanden sich folglich Anteilsscheine von MTU, der Commerzbank und der Deutschen Bank. Abschläge gab es unterdessen entgegen dem Trend bei den Papieren von Airbus, RWE und Henkel. „Der Dax versucht sich weiter auf dem Kursniveau von 15.850 Punkten halten zu können“, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow, den Handel am Mittag.

Das Sentiment helle sich zwar weiter auf, die vorhandenen Impulse reichten jedoch nicht aus, um dem Dax einen „Befreiungsschlag“ zu ermöglichen. „Zu groß ist dann doch die Skepsis über die Konjunkturentwicklung in den USA“, so Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0974 US-Dollar (+0,43 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9113 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Autorisierte Biografie des KI-Pioniers Sebastian Thrun

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Sebastian Thrun – Eine deutsche Karriere im Silicon Valley

Sebastian Thrun – Eine deutsche Karriere im Silicon Valley

Am 19. April um 18 Uhr deutsche Zeit stellt die UNO-Denkfabrik Diplomatic Council die erste Biografie über den KI-Pionier Sebastian Thrun vor, die dieser autorisiert hat. Sie basiert auf stundenlangen Gesprächen des Biografen Andreas Dripke mit dem gebürtigen Deutschen, der mit 34 Jahren ins Silicon Valley auswanderte, mit 36 den KI-Lehrstuhl an der Stanford University übernahm und mit 39 als Mitglied in die US-amerikanische National Academy of Engineering und in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen wurde.

Sebastian Thrun war Vice President bei Google und Gründer des geheimen Forschungslabors Google X. Das Buch erhebt den Anspruch, „die wahre Geschichte hinter Google Maps, Street View, der Online-Uni­versität Udacity, Datenbrillen, selbstfahrenden Autos, auto­nomen Flugtaxis, dem digitalen Gesundheitswesen, der Künstlichen Intelligenz und anderen Erfindungen, die unsere Welt verändern“ zu erzählen.

Reise in die Welt der Tech-Eliten im Silicon Valley

Der frühere CEO von Google, Eric Schmidt, sagt über Thrun: „Sebastian ist einer der smartesten Menschen, die ich kenne. Er ist einer der klügsten Köpfe hinter dem modernen Silicon Valley.“ So ist das Buch über eine Biografie hinausgehend auch „eine Reise in die Welt der Tech-Eliten im Silicon Valley“, wie es im Klappentext heißt. Immerhin gehören zum Freundeskreis Thruns neben Eric Schmidt auch Jeff Bezos, Elon Musk und Larry Page, die in dem Buch mehrfach zu Wort kommen.

Die deutsche Nachrichten-Ikone Claus Kleber, die das Vorwort verfasst hat, sagt: „Als ich Sebastian Thrun zum ersten Mal traf, hatte ich keine Ahnung, wie wenig ich von Leben und Arbeit im Silicon Valley wusste. Für mich war es der Anfang einer steilen Lernkurve.“ Tatsächlich erfährt man in der Biografie aus erster Hand, wie die klügsten Köpfe im Silicon Valley denken und was sie für unser aller Zukunft planen. Schließlich zählt das Magazin Foreign Policy Sebastian Thrun selbst zu den fünf global einflussreichsten Denkern.

Motivationsbuch für den eigenen Lebensweg

Sebastian Thrun selbst will die Biografie über sich vor allem als einen „Motivationsschub für alle Menschen, die in ihrem Leben mehr erreichen wollen“ verstanden wissen. So gibt es in dem Werk auf beinahe jeder Seite einen Einschub wie „Sebastian sagt: Es ist egal, ob du in einem kleinen Dorf oder in einer Großstadt geboren wurdest. Es liegt allein bei dir, in die Welt hinauszugehen und deinen eigenen Lebensweg zu finden.“ So erklärt sich der Untertitel der Biografie: „Was wir von einem der klügsten Köpfe der Welt für unser eigenes Leben lernen können.“ Sebastian Thrun erklärt dazu: „Ich hoffe, dass dieses Buch viele Menschen motiviert, ihren eigenen Lebensweg aktiv zu gestalten!“

Der Verlag Diplomatic Council Publishing schreibt dazu: In diesem Buch schildert der in Jahrzehnten denkende Visionär, erfolgreiche Unternehmer und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler seine Lebensgeschichte. Die Leser profitieren dank unzähliger konkreter Ratschläge von der Lebens­erfahrung des Masterminds für ihren eigenen Lebensweg. Es ist ein Buch, das Eltern ihren Kindern, Großeltern ihren Enkeln, Kollegen und Freunde untereinander empfehlen.

Keine verbietende Ethik für Künstliche Intelligenz

Darüber hinaus legt der KI-Pionier in dem Werk seine Gedanken offen, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz in Zukunft auf unser Leben nehmen wird. Die Angst vor Künstlicher Intelligenz hält er für maßlos übertrieben. „Die Menschheit nutzt seit Jahrhunderten Technik, die sie zuvor nicht kannte“, verweist er darauf, dass mit dem technischen Fortschritt stets das Betreten neuen Terrains verbunden ist. „Natürlich brauchen wir Regeln für KI wie für viele andere neue Technologien“, sagt er, aber er mag „keine verbietende Ethik, die uns, ohne die Technik zu kennen, vor ihr schützen will“. In dem Buch geht er detailliert darauf ein, welche KI-Regeln er für sinnvoll erachtet, was wir konkret von KI zu erwarten haben und wie menschliches und maschinelles Denken künftig zusammen funktionieren können.

Auszug aus dem Buch „Sebastian Thrun – Eine deutsche Karriere im Silicon Valley“

Der Technologie-Pionier, Wissenschaftler und Unternehmer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Sebastian Thrun hat die weltweite Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI), des Maschinellen Lernens (ML) und der Robotik maßgeblich geprägt und ist Vorreiter unter anderem bei der Entwicklung selbstfahrender Autos und digitaler Hochschul­bildung.

Das Magazin Popular Science nahm den gebürtigen Deutschen 2005 in die Riege der „Brilliant Five“ auf. 2006 wurde er Fellow der American Association of Artificial Intelligence. 2011 erhielt er den Max-Planck-Forschungs­preis. Im gleichen Jahr kürte ihn Fast Company als „Fifths most creative person“. 2012 wurde ihm der begehrte „American Ingenuity Award“ des Smithsonian Magazine in der Kategorie „Education“ verliehen. Die European Association for Artificial Intelligence hat ihn als Fellow aufgenommen, die höchste Form der Mit­gliedschaft. Das Smithsonian Institute verlieh ihm 2015 die „James Smithson Bicentennial Medal“, die höchste Aus­zeichnung der wohl renommiertesten Kulturinstitution der Ver­einig­ten Staaten von Amerika.

Sie wird ausschließlich an Per­­sönlich­keiten verliehen, die „außergewöhnliche Bei­träge zu Kunst, Wissenschaft, Geschichte, Bildung oder Techno­logie geleistet ha­ben. Zu den weiteren Preisträgern gehören unter anderem die britische Königin Elizabeth II und Papst Johannes Paul II. 2016 verliehen ihm die Technische Universität im niederländischen Delft und das mexikanische National Politechnic Institute die Ehrendoktorwürde. Der US-Fernsehsender CNBC bezeichnete ihn 2018 als „Disrupter #8″ und das World Affairs Council verlieh ihm den „Global Leader­ship Award“. 2019 zog die Universität Hildesheim mit dem Ehrendoktor nach. 2021 wurde ihm die höchste Ehre der Universitätsstadt Aachen zuteil, der Aachener Ingenieurpreis. 2022 wurde er in Deutschland als „Vordenker“ ausgezeichnet; diese Ehre war zuvor unter anderem dem EU-Kommis­sionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem Rat der Wirtschaftsweisen zuteilgeworden.

Im gleichen Jahr nahm ihn der globale Think Tank Diplomatic Council, der zum engsten Beraterkreis der Vereinten Nationen gehört und die neue Biografie über ihn herausgibt, als Ehrenmitglied auf. Diese Aufzählung stellt lediglich eine Auswahl von Thruns Auszeichnungen und Ehrungen dar. Insgesamt hat Sebastian Thrun weit mehr als sechzig Auszeichnungen erhalten.

Die Biografie zeichnet den Weg des rebellischen Jugendlichen und des wissenshungrigen jungen Erwachsenen nach, gibt einzigartige Einblicke in sein Seelenleben und die Wurzeln seines Erfolges und verfolgt den Aufstieg des gleichzeitig ehrgeizigen und gelassenen Deutschen zum heim­lichen Superstar im Silicon Valley.

Seine Ausbildung und wissenschaftlichen Tätigkeiten führten ihn von den Universitäten Hildesheim und Bonn zur Carnegie Mellon University im US-amerikanischen Pittsburgh und von dort als Professor und Leiter des Artificial Intelligence Lab an die Stanford University in Kalifornien – bis er schließlich seine eigene Online-Universität gründete und damit das akademische Bildungswesen auf den Kopf stellte.

Seine wissenschaftliche Karriere verlief glänzend. Er hat an mehr als 30 Büchern mitgeschrieben, über 250 begutachtete Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, mehr als 100 wissenschaftliche Abhandlungen für Konferenzen und Workshops sowie technische Reports verfasst und ist an mehr als 25 erteilten Patenten beteiligt. Die Rolle seines Lebens hat er jedoch nicht als „Egghead im Elfenbeinturm“ gefunden, sondern als „praktischer Professor“, als überaus ambitionierter Denker und Macher in einer Person, dem es gelingt, Projekte aus der Taufe zu heben, die zuvor als undenkbar galten – bis Sebastian Thrun übernahm.

Google-Mitgründer Larry Page und Googles CEO Eric Schmidt beauftragten ihn mit dem Aufbau der geheimen Forschungs­abteilung Google X, in der unter anderem die Transformation der zuvor rein wissenschaftlichen KI-Forschung in die kommerzielle Nutzung und damit in unseren Alltag begann, und wo zuvor unmögliche Projekte wie Google Glass und Street View ihre Verwirklichung fanden.

Sowohl in Stanford als auch bei Google begeisterte er sich für selbstfahrende Autos. So entwickelte er mit dem Stanford Racing Team den autonom fahrenden Wagen „Stanley“ (eine liebevolle Hommage an den Namen der Universität Stanford), der unter anderem die US-amerikanische „Grand Challenge“, ein Rennen zwischen autonomen Roboterfahrzeugen, gewann. Mit seinem Unternehmen Kitty Hawk ging er noch einen Schritt weiter: Das Startup war aufgestellt, um mit Flugtaxis in Zukunft herkömmliche Fahrzeuge überflüssig zu machen.

Autonome Fahr- und Flugzeuge gelten als eine Schlüssel­anwendung für Künstliche Intelligenz. Doch mit Kitty Hawk scheiterte Sebastian Thrun vor­läufig. Es war nicht das erste Mal, denn sein Leben verlief keineswegs so geradlinig, wie es ein Schnelldurchgang durch die Biografie vermuten lassen könnte. Immer wieder war sein Werdegang von Brüchen gekennzeichnet ­– und von Neuanfängen.

Geblieben ist ein unverbesserlicher Optimist, tief verwurzelt in der unverrückbaren Überzeugung, dass die Zukunft besser sein wird als alles bisher Dagewesene. Dieser Optimismus ist erfrischend ansteckend. In diesem Sinne will die Biografie über Sebastian Thrun Optimismus verbreiten und Lust auf die Zukunft machen.

Weitere Informationen: www.diplomatic-council.org/sebastianthrun

Bild Buchcover „Sebastian Thrun“ / Quelle: Diplomatic Council

Quelle: euromarcom public relations