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LAUFMAUS® will nach Deal in Die Höhle der Löwen durchstarten

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laufmaus

Innovatives Griffelement bringt Läufer nach vorn – die Investoren Carsten Maschmeyer und Nils Glagau das Emsdettener Startup

Natürlich hatte das LAUFMAUS ®-Team ein Laufband mit ins Studio gebracht. Schließlich ist die LAUFMAUS® kein Sitz-, sondern ein Laufprodukt. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ erkämpfte sich das neuartige Trainingstool einen Deal – und konnte am Ende sogar seine Partner auswählen. Die Löwen Carsten Maschmeyer und Nils Glagau treiben nun als Investoren die LAUFMAUS® voran.

Was ist die LAUFMAUS ®?

Mit dem Slogan „Rückenwind aus der Hand“ wirbt die LAUFMAUS® für sich – und den bekommt sie nun von den Gründungprofis. Das Produkt: ein anatomisch geformtes, ultraleichtes Element für die Hände aus Spezialkunststoff. Wer die LAUFMAUS® festhält, optimiert automatisch seine Haltung beim Laufen. Jahrzehntelang wurden diese Zusammenhänge wenig beachtet. Das Lauftool von Erfinder Dr. med. Horst Schüler setzt hier an. Seine spezielle Form bewirkt eine Aufrichtung des Oberkörpers. Die Folge: weniger Gelenkbelastungen, eine bessere Atmung. Mehr Energie für den Lauf.

Wie lief der Deal?

„Als Startup führt kein Weg an der Höhle der Löwen vorbei“, sagt Geschäftsführer Martin Rutemöller. Die Chance, sich in dieser seriösen und authentischen Sendung zu präsentieren, ließ sich das LAUFMAUS®-Team nicht nehmen. Dass sie gleich zwei Löwen überzeugen können, hätte das Team im Vorfeld nicht gedacht. Carsten Maschmeyer und Nils Glagau kämpfen gemeinsam um die LAUFMAUS® – doch auch Löwe Dr. Georg Kofler will unbedingt einen Deal abschließen. Eine komfortable Ausgangslage für die Sportler aus Emsdetten.

Harte Verhandlungen folgen. Mit dem Löwen-Duo einigt sich das Quartett am Ende auf 280.000 Euro für 25,1 Prozent Firmenanteile. Fairplay ist das oberste Gebot der Stunde. „Carsten Maschmeyer als ehemaliger Läufer, Nils Glagau als begeisterter Sportler, beide mit Expertise im Gesundheits- und Sportmarkt – was will man mehr“, freut sich das LAUFMAUS®-Team über den Deal. Nicht zuletzt, weil Maschmeyer aktuell über starke Laufprobleme klagt. Möglich also, dass nicht nur er der LAUFMAUS®, sondern die LAUFMAUS® auch ihm helfen kann.

„Die Laufmaus und ich – das passt perfekt! Laufen war für mich als Jugendlicher der Startschuss zum Leben als Optimist. Durch Siege im Leistungssport konnte ich damals mein Selbstbewusstsein enorm steigern. Auch Gründer Dr. Horst Schüler fand nach seinem schweren Autounfall Hoffnung im Laufen – die Laufmaus führte ihn zurück ins Leben. Beeindruckend, wie er nach diesem Schicksalsschlag weiter machte, mit 68 Jahren zum Gründer wurde und dieses fantastische Produkt erfand, das für eine verbesserte Haltung beim Laufen sorgt und die Leistungsfähigkeit steigert“, sagt Carsten Maschmeyer.

Auch Nils Glagau hat die LAUFMAUS® schon im Einsatz getestet – und ist begeistert: „Ich bin überzeugt, dass damit viele Läufer:innen ihre sportlichen Aktivitäten optimieren können. Für mich ein tolles Produkt, das einen echten Mehrwert bietet.“ Glagau und sein Löwen-Team stehen den LAUFMAUS®-Gründern vor allem in Sachen Vertrieb und dem großen Netzwerk im Sportmarkt zur Seite.

Hinter den Kulissen: Aufregung und Teamspirit

Dabei ist die Aufregung vor dem entscheidenden Wettkampf in der Höhle der Löwen groß. „Bei der Generalprobe ging alles schief – ich habe meinen Text vergessen und vor lauter Nervosität das Corona-Mittel nicht gegurgelt, sondern geschluckt“, erinnert sich Thomas Pieper lachend. Auf der Bühne präsentiert sich das Team aber sportlich souverän. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der mitgereisten übrigen Teammitglieder, die sich mit Hartnäckigkeit und Einsatz heimlich hinter die Bühne geschummelt haben. Bei der LAUFMAUS® ziehen eben alle an einem Strang.

Wer steht hinter der LAUFMAUS®?

Erfunden hat die LAUFMAUS® der Münsteraner Arzt und Sportmediziner Dr. med. Horst Schüler. Nach einem schweren Autounfall bringen ihm Operationen und Reha nur einen Bruchteil seiner Mobilität zurück. Schüler richtet daraufhin erstmalig sein Augenmerk auf den lange vernachlässigten Einfluss der Hände beim Laufen. Schüler tüftelt in seiner Garage, experimentiert mit Prototypen aus Knete bis er ein Element entwickelt, dass ihn schließlich wieder völlig beschwerdefrei laufen lässt. Weltweit einmalig, ist die LAUFMAUS® bereits für verschiedene internationale Märkte patentiert.

Viele Zufälle prägen die Gründungsstory der LAUFMAUS®. Die Welt ist ein Dorf, könnte man sagen. Über den bekannten Gesundheitsexperten Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln knüpft Dr. Horst Schüler Kontakt zu Martin Rutemöller, heute Geschäftsführer der LAUFMAUS®.

Ein Sportwissenschaftler, beruflich seit 20 Jahren zum Thema Gesundheitskommunikation unterwegs, privat ehemaliger Leichtathlet und Leichtathletik-Trainer.

„Nach anfänglicher Skepsis war ich von der neuen Idee begeistert und habe mich auf das Abenteuer eingelassen“, betont Rutemöller. „Menschen bewegen“, diese Vision eint ihn und Dr. Schüler. Thomas Pieper und Oliver Baumgärtel vervollständigen das Gründer-Quartett. Zwar kennen sich Rutemöller und Pieper sportlich schon länger. Doch erst ein Gespräch über die Arbeit macht klar: Der Kunststoffspezialist Pieper kann das komplizierte Produktionsproblem lösen. Baumgärtel kümmert sich um die Finanzen des Start-ups.

Wie geht es weiter mit der LAUFMAUS ®?

Durch den Deal mit den Löwen will das Emsdettener Start-up Vertrieb sowie Marketing weiter ausbauen und das Produkt noch verbessern. Einige tausend Laufmäuse sind in Deutschland schon am Start. „Wir möchten die LAUFMAUS® nun flächendeckend an den Markt bringen“, sagt Rutemöller. Die Gründer können dabei auf das professionelle Knowhow der Löwen in verschiedensten Bereichen und ihr großes Netzwerk zurückgreifen. „Das persönliche Interesse und das Engagement aller Beteiligten ist wirklich motivierend“, betont Rutemöller.

Auch in der Sportlerszene und in der Wissenschaft hat sich die Wirkung des neuartigen Handstücks herumgesprochen. Jan Fitschen, Europameister von 2006 über 10.000m, 28-facher Deutscher Meister im Langstreckenlauf und heutiger Lauftrainer, nutzt die LAUFMAUS® schon. „Ich finde es spannend, dass so ein simples Tool so eine Wirkung hat.“ Er merke jedes Mal, wie sein Körper reagiert: „Ich laufe lockerer und meine Laufmacke, das Trommeln des linken Arms, ist weniger ausgeprägt.“ Auch Olympia-Physiotherapeut Sven Kruse empfiehlt das kleinen Trainingstool. Außerdem forscht Professor Stefan Sesselmann mit seinem Institut für interprofessionelle Gesundheitsversorgung an der technischen Hochschule Amberg-Weiden an der Wirkungsweise der LAUFMAUS®. Sesselmann verfügt über eines der modernsten Biomechaniklabore Deutschlands und ist überzeugt von der Wirkungsweise der Laufinnovation.

„einfachbesserlaufen“ – so geht es immer weiter. Zusatzprodukte wie Handschuhe sollen kommen. Außerdem will das Team eine LAUFMAUS®-Akademie aufbauen, um praktische Inhalte rund um die LAUFMAUS® anzubieten und mit Verbänden, Sportvereinen oder Sportlern zu kooperieren. Herzensangelegenheit wäre ein Engagement im Kinder- oder Schulsportbereich, damit Kindern frühestmöglich ein natürliches Bewegungsmuster erleben.

Bild: Das Gründerteam LAUFMAUS (v.l.n.r.): Thomas Pieper, Oliver Baumgärtel, Dr. med. Horst Schüler, Martin Rutemöller. Fotocredit: Laufmaus

Quelle Rock B(r)and/ Laufmaus

ASTALEA – der Lieblingsduft im eigenen Auto

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ASTALEA Lieblingsduft Auto

ASTALEA bringt den Lieblingsduft ins eigene Auto – beispielsweise das persönliche Lieblingsparfum oder ein ätherisches Öl

Guter Duft macht gute Laune! Und mit ASTALEA ist es jetzt ganz einfach, den Lieblingsduft im Auto zu genießen. Denn ASTALEA verwandelt das eigene Auto in eine individuelle Duftoase! Einfach das schicke Duftstein-Set mit dem persönlichen Lieblingsduft besprühen oder betröpfeln und den Duftstein mühelos an der Autolüftung befestigen. ASTALEA verteilt den angenehmen Geruch im Auto und ist noch dazu ein echter Hingucker – das neue Must-have unter den Car Accessoires.
In ihrer Zeit im Außendienst verbrachte Gründerin Kim Lohmar sehr viel Zeit in ihrem Auto – dabei kam ihr die Idee, ein Produkt zu entwickeln, das den persönlichen Lieblingsduft ins Auto bringt. Funktional, schick und wiederverwendbar sollte es sein. Mit dem Ergebnis ASTALEA traute sie sich schließlich in die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ und traf auf Begeisterung. Investor Ralf Dümmel ging einen Deal mit der Gründerin ein und investierte in ASTALEA.

*Nach der Aufzeichnung benannte sich das Startup um:
Aus ASALEA wurde ASTALEA!

„Viele Menschen verbringen so viel Zeit in ihren Autos – es wird Zeit, dass wir sie in echte Wohlfühloasen verwandeln. Mit ASTALEA wollte ich ein funktionales Car Accessoire entwickeln, das es ermöglicht, den eigenen Lieblingsduft im Auto zu verteilen – individuell und wiederverwendbar. Ich freue mich, jetzt an der Seite von Ralf mit ASTALEA durchzustarten!“ Kim Lohmar, Gründerin von ASTALEA

In nur drei Schritten wird der Fahrzeuginnenraum zur individuellen Wellnessoase auf Rädern: Einfach ein Parfüm oder ein ätherisches Öl auswählen, das man gerne riecht, optional in den mitgelieferten Pumpzerstäuber füllen, die Rückseite des ASTALEA Duftsteins damit besprühen und an den Lamellen der Lüftung anbringen. Dank praktischem Magnet-Clip funktioniert das Befestigen unkompliziert und der Stein hängt sicher. Das feinporige Material nimmt den Duft gut auf und verströmt ihn dezent an die Umgebung. Lässt der Duft nach, einfach den Stein erneut besprühen und so immer wieder verwenden. Sein edles und hochwertiges Design macht den ASTALEA Duftstein zu einem dekorativen Car Accessoire. Er ist aktuell in drei Varianten erhältlich: „Blue Mosaic“ ist ein sommerlicher Hingucker, „All Black“ überzeugt mit einer schlichten Optik und „Flower Bouquet“ beeindruckt mit exotischen Blumenmustern. ASTALEA ist ein Must-have für alle, die sich auf langen und kurzen Autofahrten mit dem Lieblingsduft und schönen Designs umgeben möchten!

ASTALEA ist unter www.astalea.de aktuell für 9,99 € – aber auch im Handel – erhältlich.


„Mit ASTALEA ist Schluss mit dem Gestank im Auto. Denn der Aroma Diffuser verwandelt Dein Auto in Deine ganz persönliche Wohlfühloase, indem er es mit den Düften, die Du liebst, verzaubert. Mega Idee, oder? Kim ist eine Traumgründerin mit Traumprodukt. Auf gut riechende Autos.“Ralf Dümmel, Investor und Geschäftsführer DS Produkte

Fotocredit: Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Quelle DS Produkte GmbH

4BRO erweitert Sortiment

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cruza 4bro

Mit „Cruza“ steigt 4BRO in den Limo-Markt ein

Das Start-Up „4BRO“ aus Lünen legt nach einem „bro-haftem“ Jahr nach: Mit Cruza ist ab heute das erste Limo-Getränk im Handel erhältlich. Der Launch beweist erneut, dass die Lifestyle-Marke ganz nah an ihrer Zielgruppe ist.

Nach dem Erfolg der 4BRO Eistees, Energy Drinks und der broji balls Maisbällchen-Snacks, wagt 4BRO den Vorstoß in eine neue Produktkategorie und expandiert mit Cruzain den Limonaden-Markt. Eine Entscheidung, die zu großen Teilen auch von der Zielgruppe und Community mitbegleitet wurde. Denn in typischer 4BRO-Manier wurde die Community auch bei diesem Launch in den gesamten Produktentwicklungszyklus mit einbezogen:

„Nach dem Eistee lag die Produkterweiterung in den Limonaden-Markt nah und war hoch gefragt bei unserer Community. Mit Cruza haben wir einen Neuzugang der perfekt zu 4BRO passt und den Bedürfnissen unserer Community entgegenkommt“, sagt 4BRO-Gründer Engin Ergün.

Produktentwicklung und Launch mit der Bro-Community

Um diese Bedürfnisse optimal zu bedienen, wurde die Community in wichtigen Fragen der Produktentwicklung immer wieder involviert und befragt. Der Name, die fünf Geschmackssorten, Packaging, Design und Farben entstanden im engen Austausch mit der Zielgruppe.

„Wir möchten stets möglichst nah an unserer Bro-Community sein und sie auch transparent in die Ideenfindung und Produktentwicklung miteinbeziehen. Die Entscheidung für den Namen Cruza wurde beispielsweise in einer Brainstorming-Runde mit unserer Community getroffen“, erklärt Ergün.

4BRO begleitet den Launch mit kreativen Social-Media-Ideen, u.a. mit der eigens kreierten YouTube-Serie Cruza Games, in der  „Bros und Sis“ aus der Community z.B. Quizfragen im Eiswasser  beantworten müssen oder an einem Paintball-Bootcamp teilnehmen. Was bei all dem natürlich nicht fehlen darf, ist der 4BRO Code zum Punkte sammeln: Bei den Cruza-Getränken befindet sich der Code im Deckel. In der dazugehörigen 4BRO-App können die Bros und Sis dann wie gewohnt ganz bequem „Bro Points“ sammeln und gegen Gutscheine bei Netflix, Zalando, Shell, dem nächsten Barber-Shop oder Nagel-Studio einlösen.

Einfallsreiche Geschmäcker für den Lebensmitteleinzelhandel

Ab dem 1. September wird der Neuzugang in den fünf „baba“ Geschmacksrichtungen Apple Cruza (Apfel), Berry Cruza (Beeren), Gooza Cruza (Zitrone), Diggi Cruza (Orange Maracuja) und Icey Cruza (Eisbonbon – Himbeere) in 0,33l PET Flaschen im Handel erhältlich sein. Zu finden ist Cruza, wie auch die anderen 4BRO Produkte, u.a. bei Rewe, Edeka, Famila, Lekkerland, Metro, Globus, Shell sowie in türkischen Supermärkten. Die Cruza-Reihe ist bislang auf dem deutschen Markt erhältlich, aber auch die Schweiz, Österreich und Frankreich haben bereits Interesse geäußert – eine weitere Markterweiterung ist somit nicht ausgeschlossen.

Quelle: Serviceplan Public Relations & Content GmbH & Co. KG

Touchpoints: Die Kaufreise des Kunden wirklich verstehen

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Die Spielregeln im Markt werden heute von den Konsumenten bestimmt. Eine Obsession für Kundenbelange ist somit ein Muss. Das Marketing der Zukunft orientiert sich deshalb an Touchpoints – und an der Customer Journey.

Touchpoints entstehen überall da, wo ein (potenzieller) Kunde mit einem Anbieter und seinen Mitarbeitern beziehungsweise seinen Produkten, Dienstleistungen, Plattformen und Marken in Berührung kommt. Online wie offline zeigt sich in solchen „Momenten der Wahrheit“, was die Versprechen eines Anbieters tatsächlich taugen. 

Sie sind die Bewährungsproben einer Kundenbeziehung und richten über hopp oder topp. Begehrlichkeit, Immer-wieder-Kauflust, Aufpreisbereitschaft und positive Mundpropaganda gezielt auszulösen ist deshalb die beste Wahl. Entscheidend dabei ist, was an den einzelnen Touchpoints passiert. Hierzu muss man diese zunächst verstehen.

Wie man direkte und indirekte Touchpoints näher betrachtet

Es gibt hunderte von Touchpoints, also Interaktionspunkte, an denen ein Anbieter mit seinen Kunden in Berührung kommt. Vereinfacht lassen sich diese wie folgt gruppieren: 

  • Direkte Touchpoints, an denen die Mitarbeiter unmittelbar mit einem Kunden interagieren, wie etwa ein Verkäuferbesuch, die Hotline oder ein Ladengeschäft.
  • Indirekte Touchpoints, bei denen ein Bindeglied zwischengeschaltet ist, wie etwa eine Website, der Online-Shop, ein Mailing, eine Rechnung, ein Paket.

Bei direkten Touchpoints spüren intuitionsbegabte Mitarbeiter meistens unmittelbar an der Reaktion eines Kunden, ob das, was dort passiert, enttäuschend, okay oder begeisternd ist. Beim indirekten Kontakt spürt man das nicht. Die große Gefahr: Man verheddert sich in standardisierten Prozessen, die für die Firma zwar praktisch, für die Kunden jedoch unvorteilhaft sind. Oder man geht von seiner Eigensicht aus. 

Herausragende Customer Experiences werden aber nicht nur von den Mitarbeitern im direkten Kundenkontakt erzeugt. Sie betreffen jeden im Unternehmen. Denn ein Kunde nimmt das Unternehmen immer ganzheitlich wahr. Wenn nur ein einziger Mitarbeiter inkompetent patzt, war für den Kunden „dieser Saftladen“ schuld. Jedes Vorkommnis kann dabei Zünglein an der Waage sein. Somit ist eine den Kundeninteressen dienende interdisziplinär synchronisierte Zusammenarbeit heute ein Muss. 

Jeder in der Leistungskette muss einen perfekten Job machen, denn alles hängt miteinander zusammen. Ein Einzelner kann mit noch so viel Tatkraft sein Bestes geben, wenn eine Entscheidung im Top-Gremium hängenbleibt, der Einkauf die notwendigen Teile zu besorgen vergisst, die Endkontrolle schlampt, die Logistik sich verzögert, eine falsche Rechnung verschickt wird und wenn man zu allem Übel mit „Wie waren wir“-Feedbackwünschen belästigt wird, dann wars das wohl. Der Kunde macht sich schleunigst von dannen – und im Web erzählt er allen, warum das so ist.

Human Touchpoints spielen eine erfolgsentscheidende Rolle

Je nach Unternehmensgröße und Branche kann das Gesamt der Touchpoints auch wie folgt unterteilt und gegliedert werden, um die einzelne Facetten einer Dienstleistung aus Kundensicht in den Fokus zu rücken:

  • Human Touchpoints,
  • Process Touchpoints,
  • Product Touchpoints,
  • Document Touchpoints,
  • Location Touchpoints.

Zum Beispiel sind in einem Hotel die Mitarbeiter, mit denen man in Berührung kommt, Human Touchpoints. Prozesse wie der Ein- oder Auscheckvorgang sind Process Touchpoints. Die Zimmerausstattung ist ein Product Touchpoint. Das Informationsmaterial auf dem Zimmer oder die Speisekarte sind Document Touchpoints. Der Parkplatz oder die Wellnesszone sind Location Touchpoints. 

Meist spielt der Human Touch die entscheidende Rolle. So kann es passieren, dass ein Kunde seiner Automarke treu verbunden bleibt, jedoch den angestammten Händler verlässt, weil sein langjähriger Betreuer in ein anderes Autohaus wechselt. Und weiter kann es passieren, dass die Loyalität, die der Verkäufer mühevoll aufgebaut hat, in wenigen Augenblicken durch einen miserablen Kundendienst vernichtet wird. 

Bereits das zweite Auto “verkaufen” also die Service-Mitarbeiter. Wenn man sich allerdings in die Service-Bereiche der Händler begibt, ist davon wenig zu spüren. Manchmal verstecken sich diese sogar im Keller, und dort sieht es aus wie im Baumarkt. Besser ginge es über eine breite Treppe in den ersten Stock, um zu zeigen, wie wertvoll eine bestehende Kundenbeziehung ist.

EPOMS: die Phasen im Kaufprozess eines Kunden

Die infrage kommenden Touchpoints lassen sich auch entlang der Phasen im Kaufprozess eines Kunden gruppieren. Zunächst wird ein Interessent meist durch die Mundpropaganda Dritter beeinflusst. Erst danach kommt er auf unterschiedlichste Weise mit dem Anbieter selbst in Kontakt. Idealerweise wird er am Ende selbst zum Empfehler, indem er seine positiven Erfahrungen Online und Offline mit anderen teilt. Für diese Abfolge habe ich das Akronym EPOMS entwickelt:

  • Earned Touchpoints, also solche, die man sich als Anbieter durch gute Arbeit verdient (Bewertungen, Presseberichte, Testergebnisse, Referenzen usw.),
  • Paid Touchpoints, also solche, die ein Unternehmen sich kauft (Anzeigen, Banner, Adwords, TV- und Radiospots, Plakate, Handzettel usw.),
  • Owned Touchpoints, also solche, die man besitzt (Website, Unternehmensblog, Kundenmagazin, Online-Shop, Firmengebäude, Ladengeschäft usw.),
  • Managed Touchpoints, also solche, die man an Drittplätzen managed (Social Media, Regalfläche im Handel, externes Callcenter, Messestand usw.),
  • Shared Touchpoints, also solche, die ein User mit anderen teilt (Stimmen Dritter im Web, Anbieter-Content, von Usern selbst generierter Content, usw.).

Die Paid und die Owned Touchpoints lassen sich relativ leicht „kontrollieren“. Bei den Managed Touchpoints hat die Kontrolle allerdings Grenzen, weil der Portal- oder Plattformbetreiber die dortigen Regeln diktiert. Unangekündigt kann er sie jederzeit ändern. Dies kann sehr viel Arbeit von heute auf morgen zunichtemachen. Zudem kann eine Plattform ruckzuck wieder von der Bildfläche verschwinden. Deshalb gehören Kernaktivitäten und kommunikative Kronjuwelen immer auch auf eigene Präsenzen. 

Earned und Shared: von immer höherem Stellenwert

Die Meinungsmacht der Konsumenten ist so groß wie nie. Klassische Anbieterwerbung wird oft ignoriert oder im Web durch entsprechende Tools blockiert. Die Earned und die Shared Touchpoints haben enorm an Bedeutung gewonnen. Zudem ist das, was Dritte sagen, glaubwürdiger und damit auch wertvoller als das, was ein Anbieter selbst über sich sagt. Mundpropaganda findet vor allem in den nicht öffentlich sichtbaren Bereichen statt. So tappen die Anbieter sehr oft im Dunkeln. Denn „kontrollieren“ lässt sich das nicht. Man muss sich das dort Gesagte durch herausragende Leistung verdienen. 

Über Gewöhnliches wird niemand berichten. Und Durchschnitt wird niemals empfohlen. Als empfehlender Kunde oder weiterverbreitender Fan steht man mit seinem guten Ruf für einen Anbieter ein. Deshalb spielen Superlative und Sympathie eine maßgebliche Rolle. Dabei gilt: Je emotionaler, desto viraler. Marketingressourcen müssen vor allem dorthin geleitet werden, wo das kostenfreie, freiwillige Influencing intensiviert werden kann. Exzellente Kundenerfahrungen sind hierfür ein Muss. 

Um all das sicherzustellen, ist ein Customer Touchpoint Manager unentbehrlich. Seine Kernaufgabe ist es, an den externen Touchpoints des Unternehmens, also den Berührungspunkten zwischen Produkten, Services, Lösungen, Marken, Mitarbeitern, Plattformen und Kunden, eine Top-Performance sicherzustellen. Das nächste Ausbildungsprogramm findet vom 9. bis 11. September in München statt: https://www.anneschueller.de/ausbildung-touchpoint-manager.html 

Das Buch zum Thema, Trainerbuch des Jahres

Anne M. Schüller
Touch.Point.Sieg.

Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation

Gabal Verlag 2016, 380 Seiten, gebunden, 29,90 Euro

ISBN: 978-3-86936-694-4

Auch als Hörbuch erhältlich

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Karriereliteratur für MacherInnen

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Dirk Jakob Das 1x1 des Network-Marketing

Der erfolgreiche Gründer, Networker, Coach und Autor Dirk Jakob hat sein Standardwerk „Das 1×1 des Network-Marketing“ komplett neu überarbeitet und nun in der 5. Auflage herausgebracht.

Für alle, die neue Karriere-Wege gehen wollen

Es ist gleich aus mehreren Gründen brandaktuell. Denn es beschäftigt sich mit einer Branche, die es Menschen ermöglicht – haupt- oder nebenberuflich – selbständig und selbst bestimmt ihre Karriere zu starten, ohne die Risiken einzugehen, die sonst oft mit der Gründung des eigenen Business in Verbindung stehen.

In einer Welt von Post-Corona, Generation Z und New Work sind Arbeitsfelder mit freier Zeiteinteilung, hohem Grad an persönlicher Weiterentwicklung und attraktiven, flexiblen Verdienstmöglichkeiten gefragt wie nie.

Für Freiheitsliebende

Stell Dir vor Du kannst arbeiten, wann und wo Du willst, mit wem Du willst und wieviel Du willst. Mit Network-Marketing ist all das möglich. Du brauchst kein Startkapital und nimmst auch keine Risiken auf Dich. Alles, was Du brauchst, um sofort durchzustarten, ist Deine eigene Motivation und Deine Persönlichkeit. 

Im Network-Marketing bist Du in bester Gesellschaft von dynamischen, hoch motivierten Menschen und lernst direkt von den Erfolgreichen. Firmeneigene Ausbildungsprogramme liefern Dir den Zugang zu allen Tools und Tricks, die Deinen Start erleichtern und Dir den Aufbau eines soliden Geschäftes ermöglichen. Network-Marketing bietet genau die Freiheiten, nach denen Menschen wie Du suchen. 

Hier kommt die Anleitung

Viele Millionen Menschen in ganz Europa beweisen täglich, dass Network-Marketing dazu führt, dass Karriere & Familie, finanzielle Freiheit & Stabilität, Teamspirit & Unabhängigkeit gut miteinander vereinbar sind. Nicht ohne Grund weist die Network-Marketing Branche mit ihren innovativen, qualitativ hochwertigen Produkt- und Vermarktungskonzepten gerade in dieser Zeit überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Es ist ein zukunftsweisendes Karriere-Modell, in dem jeder – egal welcher Herkunft, welchen Bildungsgrades und welchen Alters oder Geschlechts – seinen persönlichen Erfolg selbst gestalten kann.

Dirk Jakob gibt mit seinem Buch  „Das 1×1 des Network-Marketing“ eine Anleitung, nennt Dos und Don’ts und gibt Experten und erfolgreichen Networkern Raum für Wissen und Stories.

ISBN: 9783982174501, 17,95 € inkl. MWSt.

Reason why

Direktvertrieb und Network-Marketing sind Vertriebswege, über die es viele Gerüchte, Vorbehalte und Meinungen gibt. Oft wird kaum sachlich darüber geschrieben. Der Autor ist seit über 40 Jahren als Coach, Mentor und Unternehmensberater der weltweit erfolgreichsten Firmen im Direktvertrieb tätig. Er veröffentlichte  Mitte der 90er Jahre die erste Ausgabe dieses Klassikers. Der Leser soll sich durch dieses Buch neutral und anhand von Fakten ein eigenes Bild machen von einer selbständigen beruflichen Tätigkeit machen, die auch heute noch unterschätzt wird. Es beleuchtet die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.

Es klärt, wie sich seriös agierende Unternehmen von selbsternannten Gipfelstürmern und Blendern unterscheiden. Es leitet an, wie man als Anfänger mit einem eigenen Plan sein Business aufbauen kann. Es trägt dazu bei, erfolgversprechende Produkte und Unternehmen zu unterscheiden von Sternschnuppen, die schnell wieder verglühen. Es enthält viele Beiträge von Praktikern, einem auf dieses Gebiet spezialisierten Rechtsanwalt, einem ehemaligen Lehrstuhlinhaber für „European Business Management“ und unendlich viele Tipps.

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Quelle hajoona GmbH

waterdrop® schließt sich mit purgaty® zusammen

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waterdrop purgaty

waterdrop® inspiriert seit mittlerweile 5 Jahren eine Vielzahl von Menschen dazu, mehr Wasser zu trinken und bietet zudem unterschiedlichste Accessoires an, um die Hydration noch leichter zu gestalten. Das Herzstück sind die Microdrinks – kleine Würfel, die in jeden Flaschenhals passen und Leitungswasser im Handumdrehen mit jeder Menge fruchtigem Geschmack, botanischen Extrakten und hochwertigen Vitaminen versehen. Mit der Gründung von Waterdrop Technologies und dem Zusammenschluss mit purgaty®, einem 2019 gegründeten Wiener Start-up, dass sich der Reinigung von Leitungswasser mittels UV-Filter verschrieben hat, im Juli 2021 geht waterdrop® jetzt kurz nach der Veröffentlichung ihrer innovativen Hydration App den nächsten Schritt zu einem ganzheitlichen Drink-Tech-Unternehmen.

Waterdrop Technologies soll Getränkeindustrie “smart” werden lassen

Die Leitung der neu gegründeten Tochtergesellschaft Waterdrop Technologies mit Sitz in Wien wird Thomas Gombas übernehmen, der zuvor CEO bei purgaty® war und auf rund 30 Jahre Erfahrung bei weltweit renommierten Unternehmen in der internationalen LED Industrie zurückblickt. Ziel von Waterdrop Technologies ist die Entwicklung von Drink-Tech Produkten, die das Trinken und die Veredlung von sauberem Trinkwasser erleichtern: “Mit Waterdrop Technologies schaffen wir bei waterdrop® einen neuen Unternehmensbereich, der nicht nur die Produktwelt verändern, sondern die Getränkeindustrie revolutionieren wird. Wir freuen uns, mit purgaty® die technische Expertise inhouse zu holen und als Team gemeinsam an nachhaltigen Innovationen zu arbeiten.” sagt waterdrop® Gründer und CEO Martin Murray.

Sauberes Wasser mittels UV-C-LED-Technologie

purgaty® und waterdrop® verbindet nicht nur die Leidenschaft für Leitungswasser, sondern auch der Nachhaltigkeitsgedanke als fester Bestandteil der DNA beider Unternehmen. Das in 2019 gegründete Unternehmen purgaty® ist auf die smarte Reinigung von Wasser mittels UV-C-LED-Technologiespezialisiert. Parallel forscht das Team an neuen Innovationen rund um die Aufbereitung von Trinkwasser. Während Wasserfilter häufig fest an Wasserhähnen verbaute Apparaturen oder Einmal-Filter sind, verfolgt das Wiener Start-up einen mobilen und ressourcensparenden Ansatz: Die von ihnen entwickelte Technik wird in einer Trinkflasche integriert und mit nur einem Klick aktiviert. So kann sauberes, sicheres und entkeimtes Trinkwasser auch unterwegs genossen werden. Durch die verbaute UV-C-LED-Technologie muss der Filter nicht gewechselt werden und ist daher besonders langlebig und nachhaltig. 

Innovation made in Vienna

waterdrop® ist eine der am schnellsten wachsenden FMCG-E-Commerce-Marken in Europa, deren Produkte hauptsächlich über den eigenen Onlineshop, aber auch bei Partnern wie REWE, Edeka, Rossmann oder in den eigenen Flagship Stores erhältlich sind. Seit dem Launch 2017 wächst das Unternehmen um 400% pro Jahr und erwartet dieses Jahr 85 Millionen Euro Umsatz. Die kleinen Würfel voll wertvoller Extrakte bieten die Lösung für zwei große Probleme der Getränkeindustrie: CO₂-Emission und Plastikverbrauch: So spart waterdrop® im Vergleich zu herkömmlich abgefüllten Getränken 98% Kunststoff und CO₂. Außerdem ist die Verpackung recycelbar und kann somit mehrfach verwendet werden. Seit 2020 darf sich waterdrop® offiziell plastik-positiv nennen – gemeinsam mit der Plastic Bank sammelt waterdrop® für jede verkaufte Packung eine Plastikflasche aus der Umwelt wieder ein. Das ist 4-mal mehr Plastik, als die Verpackung der Microdrinks selbst benötigt. 

Bildbeschriftung: v. l. n. r.: Christoph Hermann (Chief Design Officer waterdrop®), Martin Murray (CEO waterdrop®), Thomas Gombas (CEOpurgaty®), Christian Beckert (CTO purgaty®), Thomas Henry Murray (Chief Commercial Officer waterdrop®)

Quelle Stilgeflüster GmbH

Obst und Gemüse statt Schokolade und Co

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Freche Freunde Adventskalender 2021

Freche Freunde Adventskalender 2021

Karotten in einem Adventskalender für Kinder? Unbedingt – und zwar Karl Karotte! Dass es nicht immer nur Schokolade sein muss, beweist Freche Freunde auch in diesem Jahr mit einem neuen Adventskalender. Der Berliner Kindersnackhersteller möchte nämlich zeigen, dass spaßige Snacks mit jeder Menge Bio-Obst und -Gemüse neben Schokolade, Plätzchen und Co. mindestens genauso weihnachtstauglich sind. Dafür verstecken sich hinter den 24 Türchen die beliebtesten Bio-Knabbereien von Freche Freunde, wie fruchtig-gemüsige Quetschies, gefriergetrocknete Fruchtchips, Fruchtriegel und vieles mehr. Kleine Spiele rund um das Thema Obst und Gemüse sorgen für den besonderen Überraschungseffekt und helfen, eine frühe Freundschaft mit Obst und Gemüse zu fördern. 

„Wir sind selbst Eltern von drei Kindern und wissen wie `zuckrig´ es in der Adventszeit zugehen kann. Aus diesem Grund wollen wir Familien eine freche Alternative bieten, die auch den Kleinsten viel Spaß bereitet“, sagt Alexander Neumann, Gründer und Geschäftsführer von Freche Freunde.

Der Freche Freunde Adventskalender ist für 29,99 Euro (UVP) ab Mitte September in ausgewählten Supermärkten, Drogerien & online erhältlich. Maße: 375 x 510 x 90 mm

Quelle erdbär GmbH

Qinao erweitert Produktpalette um Qinao Passion

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Was nach DHDL geschah: Qinao® erweitert Produktpalette um Nahrungsergänzungsmittel zur Libido-Steigerung

Weibliches Team rund um Apothekerin Annette Steiner-Kienzler nutzt Investment der Show und bringt Qinao® PASSION auf den Markt

Viel ist bei Qinao® nach der Ausstrahlung an der erfolgreichen Gründershow “Die Höhle der Löwe” im April 2021 passiert. Annette Steiner-Kienzler und Maximiliane Staiger überzeugten mit pharmazeutischem Know-how und geballter Frauenpower und sicherten sich ein Investment von Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer.

Nun legt Qinao® einen weiteren wichtigen Grundstein für das Wachstum und die Etablierung der Marke auf dem internationalen Nahrungsergänzungsmarkt: Qinao® PASSION, ein natürlicher Lustmacher und abgestimmt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Geschlechter.

„Qinao® PASSION ist kein Potenzmittel, denn in den wenigsten Fällen handelt es sich bei sexueller Unlust um physische Probleme. Sexdrive und Lust entstehen im Kopf. Fühlen wir uns hier nicht frei, leidet die Libido. Luststeigerung – insbesondere die weibliche – ist Kopfsache. Und genau hier unterstützen unsere Dragees”, so Annette Steiner-Kienzler, die Qinao® PASSION in Deutschland entwickelt hat.

Mit natürlichen Wirkstoffen aus Bockshornklee und Rosenwurz, ergänzt durch Vitamin B6 und Zink und bei MEN durch L-Citrullin, L-Arginin und Selen versucht Qinao® PASSION das Lustempfinden zurück zu bringen.

Kickstart im Einzelhandel nach “Die Höhle der Löwen”

Durch die Zusammenarbeit mit den Löwen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel konnte das Team von Qinao® die Präsenz der Produkte im Lebensmitteleinzelhandel massiv ausbauen und den Umsatz von Qinao® POWER um über 950 Prozent steigern. “Wir sind stolz auf die bisherige Entwicklung von Qinao® und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und spannende neue Herausforderungen”, sagt Annette Steiner- Kienzler stolz.

Bild: Qinao POWER Gründerfoto_v.l.Annette Steiner-Kienzler,Maximiliane Staiger Credit heikobauer.fotografie

Quelle Startup Communication GmbH

gitti erhält 6,9 Millionen Euro in einer Series A Finanzierungsrunde

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gitti

Berliner D2C Start-up gitti überzeugt internationale Venture Capital Investoren und erhält 6,9 Millionen Euro in einer Series A Finanzierungsrunde 

Das Berliner Start-up gitti hat eine Series A Finanzierungsrunde über 6,9 Mio Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist die Venture Capital Gesellschaft XAnge mit Sitz in Paris und München, die visionäre Gründer*innen mit starken Werten und Ambitionen beim internationalen Roll-out begleitet. Gleichzeitig sind auch die bereits bestehenden Investoren von btov Partners und Grazia Equity wieder mit an Bord und bauen damit ihr Investment weiter aus. 

Jennifer Baum-Minkus, Gründerin und Geschäftsführerin von gitti conscious beauty, konnte bereits kurz nach dem Launch von gitti eine beeindruckende Liste an Angel Investor*innen zusammenstellen, die auch jetzt wieder dabei sind und das Team mit ihrer langjährigen Erfahrung unterstützen. Darunter sind Beate Fastrich (ehemalige Geschäftsführerin bei Estée Lauder Companies Deutschland), Christoph Cordes (Co-Gründer von Flink), Mirko Caspar (Co-CEO bei Mister Spex), Christoph Honnefelder (Geschäftsführer bei Flaconi), und Auxxo Beteiligungen. Ergänzt wird das Konsortium in dieser Runde durch Martin Avetisyan (CGO bei Farfetch) und Alexander Frolov (CEO und General Partner bei Target Global). 

Die Revolution der Beauty Industrie mit innovativen Produkten, die besser sind für die Kund*innen und den Planeten – das ist die klare Mission von gitti conscious beauty. Das fängt an mit besseren Inhaltsstoffen, geht über die die Verpackung bis zur Produktion. gitti nimmt sich dabei die gesamte Wertschöpfungskette vor und verbessert diese Stück für Stück. Das Unternehmen steht für Conscious Beauty und vereint zwei Welten, die sich bislang vermeintlich gegenüberstanden: äußere Schönheit und inneres Wohlbefinden. gitti ist als nachhaltige Marke international etabliert mit einer aktiven Social Media Community. Das rasante Wachstum dieser Community zeigt, dass gitti mit ihrer Mission und der gesamten Marke den Zeitgeist trifft. 

Bereits mit der ersten Produktinnovation – einem wasserbasierten, veganen Nagellack – hat gitti für internationale Aufmerksamkeit in den Medien und in der gesamten Branche gesorgt. Weitere Produktinnovationen umfassen eine breite Palette an pflanzen basierten Nagelfarben, sowie einen 100 % natürliche Nagellackentferner und vegane Handpflegeprodukte wie die Feuchtigkeitspflege für die Hände auf Basis von Haferextrakten und ein Pflegeöl und ein Serum für die Stärkung der Nägel. 

Im eigenen Online-Magazin the good good wird über den Umgang mit natürlichen Kosmetikprodukten aufgeklärt und durch fundierte Artikel gezeigt, wie sich ein Leben mit Conscious Beauty umsetzen lässt. 

Das Team um Jennifer Baum-Minkus ist innerhalb von einem Jahr auf über 40 Mitarbeiter*innen gewachsen und so wird es in den kommenden Monaten weitergehen. Das frische Kapital soll vor allem in den internationalen Roll-Out und die Produktentwicklung und den Teamausbau, fließen. Neue Produktkategorien stehen bereits für Ende des Jahres in den Startlöchern. Im Juli 2021 startete außerdem Volker Bergner als COO und Co-Geschäftsführer der gitti GmbH und hat die Bereiche Operations & Supply Chain, Finanzen, Kundenservice und Internationales übernommen. Damit gewinnt gitti einen Experten für e-commerce und digitale Geschäftsmodelle, der bereits bei Tourlane und Wayfair in verschiedenen Führungspositionen tätig war. 

“Wir sind glücklich und stolz, dass wir innerhalb von weniger als einem Jahr nach unserer ersten Finanzierungsrunde jetzt diese Series A Runde abschließen konnten, um insbesondere die Internationalisierung und die Produktpalette auszubauen. Wir haben mit XAnge einen weiteren Partner an unserer Seite, der unsere Werte teilt und uns unterstützt unsere Vision weiter voranzutreiben.Wir haben im Jahr 2020 trotz der aktuellen, durch die Pandemie hervorgerufenen, Umstände unseren Umsatz um 1200 % im Vergleich zum Vorjahr steigern können. Unsere Mission die Beauty Industrie mit besseren Produkten für unsere Kunden*innen und den Planeten zu revolutionieren, ist immer noch unser oberstes Ziel”, so gitti Gründerin Jennifer Baum-Minkus. 

Bernhard Schmid, Managing Partner bei XAnge, ergänzt: „gitti steht für eine neue Generation von Unternehmen und Unternehmern, für die die Auswirkungen ihrer Produkte auf ihre Kunden, die Umwelt und alle Stakeholder ganz klar im Fokus stehen. Wir bei XAnge freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Jenni und ihrem Team und darauf, die Beautyindustrie auf neue, nachhaltige Art und Weise neu zu definieren.“ 

Arnaud Baraër, Direktor bei XAnge, fügt hinzu: „Wir sind beeindruckt von Jennis Aufrichtigkeit und ihrer Fähigkeit, die besten Talente anzuziehen, um die Beauty Industrie nachhaltig zu verändern“. 

Photocredit Patrycia Lukas

Quelle: Sichtbarkeit I PR

„Diversity muss die Party in der Stadt sein, die ausverkauft ist“

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Maren Urner herCAREER

Klimakrise, Coronakrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise – wir denken uns in eine Negativspirale hinein und werden dadurch handlungsunfähig, hat die Neurowissenschaftlerin Maren Urner beobachtet. Die Professorin für Medienpsychologie und Mitgründerin des Online-Magazins Perspective Daily entwickelt deshalb in ihrem neuen Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ eine Methode, um gewohnte Denkmuster aufzubrechen. Ein Gespräch über „dynamisches Denken“ und was das Konzept für die Diversity-Debatte bringen kann.

Dynamisches Denken

herCAREER: Maren, „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ heißt Dein neues Buch. Eine Dauerkrise und eine ewige noch dazu, was bedeutet das eigentlich?

Maren Urner: Das ist ein Wortspiel, mit dem ich für die Grundaussage meines Buches sensibilisieren möchte: Alles beginnt im Kopf. Eine Krise ist im ursprünglichen Sinne ein Wendepunkt – eine Dauerkrise kann es demnach nicht geben. Nach der Krise kann es besser oder schlechter werden. Aber mittlerweile hat sich das Wort im Sprachgebrauch als etwas Negatives eingebürgert. Ob wir so auf die Welt blicken wollen, ist eine Entscheidung, die auch Auswirkungen darauf hat, wie handlungsfähig wir sind.

herCAREER: Dennoch erleben wir einen starken Wandel. Schon vor Corona waren die Digitalisierung und der Klimawandel große Herausforderungen. Kein Wunder, wenn wir uns davon dauerhaft angegriffen und erschöpft fühlen.

Maren Urner: Ja, aber das liegt auch daran, dass wir ein zu negatives Weltbild haben, das häufig nicht der Realität entspricht – vor allem durch die Dauerbeschallung mit negativen Nachrichten-Schnipseln. Wissenstest zeigen, dass die meisten von uns langfristige Entwicklung und generelle Zusammenhänge dadurch falsch einschätzen. Zusätzlich sorgt diese negative Dauerbeschallung für körperlichen Stress – und damit ist nicht „der Stress“ gemeint, den wir umgangssprachlich gern als Zeitnot verstehen. Biologisch bedeutet Stress, dass die Anforderungen an den Körper größer sind als das, was er leisten kann. Kurzfristig ist das in Ordnung und ein Überlebensmechanismus bei akuten Gefahren. Aber chronischer Stress begünstigt diverse Krankheiten.

herCAREER: Wie kommen wir aus diesem Überforderungsmodus wieder heraus?

Maren Urner: Das ist natürlich der heilige Gral. Es kommt darauf an, wieder handlungsfähig zu werden – und das beginnt im Kopf. Dafür habe ich das Konzept des „dynamischen Denkens“ mit seinen drei Zutaten entwickelt. Zunächst braucht es andere Fragen: Wir sollten nach dem „Wofür“ statt dem „Wogegen“ fragen. Zum Zweiten geht es um das Thema Kollaboration, also die Art und Weise, wie wir Gruppen definieren und dabei statt nach dem Trennenden nach Gemeinsamkeiten schauen. Und das Dritte ist, welche Arten von Geschichten wir uns erzählen. Diese sind Ausdruck unseres Verständnisses von Begriffen und damit verbundenen menschengemachten Strukturen in Gesellschaft und Politik. Wir brauchen neue Narrative, die konstruktive Lösungsansätze in den Vordergrund stellen.

herCAREER: Was heißt das dann konkret – zum Beispiel für eine Arbeitsumgebung in Unternehmen, die dabei helfen könnten, Krisen zu bewältigen?

Maren Urner: Das hieße zunächst, das Wofür des Unternehmens zu fokussieren. Um diesem Wofür, was im Unternehmenskontext oft als Purpose betitelt wird, Nachdruck zu verleihen, braucht es neue Belohnungssysteme für Veränderungsdenken. Menschen, die Neues wagen, sollten nicht bestraft, sondern belohnt werden. Das meine ich nicht nur finanziell, sondern vor allem kulturell und kommunikativ. Diese Menschen sollten die Unternehmen als positive Beispiele herausstellen. Außerdem gilt es hierarchische Barrieren abzubauen, um Denk- und Kreativpotential nicht für irgendeinen Quatsch zu verbrauchen. Hierarchisches Denken und damit verbundene Machtkämpfe verhindern oft Fortschritt und zementieren Gewohnheitsdenken.

herCAREER: Du beschäftigst Dich in Deinem Buch auch mit der philosophischen Frage, worauf es eigentlich im Leben ankommt. Warum kann das ein dynamisches Denken unterstützen?

Maren Urner: In dem Buch beschreibe ich, wie ich während meiner Arbeit immer wieder Momente der Erkenntnis – ich nenne sie Plopp-Momente – erlebe, wenn meine Beobachtungen von Reisen oder Begegnungen mit Forschungsergebnissen zusammenkommen und mir neue Zusammenhänge klar werden. Einer dieser Momente dreht sich um die Frage der angesprochenen Belohnungsstrukturen: In unserer Gesellschaft führen wir so viele Diskussionen, die im Grunde ein Ablenkungsmanöver von dem sind, was wirklich zählt. Was sind die wichtigen Dinge im Leben, die gesund und glücklich machen? In so vielen Debatten über die verschiedenen Formen von Krisen geht es meistens darum, wie wir das Bestehende – das vermeintlich „Normale“ – versuchen zu erhalten und wie wir noch effizienter werden. Aber Wofür? Verschiedene Konstrukte und Strukturen waren uns einmal Mittel zum Zweck, aber mit der Zeit ist uns der Zweck abhandengekommen. Die Herausforderung besteht darin, aus dieser Gewohnheit herauszukommen.

herCAREER: Worauf kommt es Dir im Leben an – also was heißt Glück für Dich?

Maren Urner: Für mich persönlich ist es immer ein Abgleich zwischen dem, was ich persönlich möchte, und dem Wunsch, meine Neugier durch neue Erfahrungen immer wieder zu praktizieren. Das finde ich enorm stimulierend und bereichernd. Für mich ist Glück vor allem eine Art mentales Trampolin, mit dem ich immer wieder auf die Metaebene springe und mir selbst zuschaue. Vermutlich ist es etwas, was meine Ausbildung zur Neurowissenschaftlerin und meine Arbeit als Medienunternehmerin mit sich bringen. Parallel versuche ich auch, die vermeintlich kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Es gibt keine Insel der Glückseligkeit, sondern Glück ist wie ein Fahrradreifen, den wir immer wieder aufpumpen müssen.

herCAREER: Es gibt verschiedene Glückskonzepte, aber alle haben eines gemeinsam: Keines geht davon aus, dass Geld glücklich macht. Doch selbst wenn wir das erkannt zu haben glauben, handeln wir so, als wäre das doch der Fall.

Maren Urner: Ja, das ist das Paradox. Das liegt an den Geschichten, die wir uns im Rahmen dieser „Geld-gleich-Glück-Fantasie“ fast immer und überall erzählen. Sie durchziehen die gesamte Gesellschaft – sei es in Kinderbüchern, Hollywood-Filmen, Büchern oder Nachrichten. Natürlich braucht es eine gewisse finanzielle Absicherung, um unsere Grundbedürfnisse zu stillen. Aber dann, wenn ich nicht mehr jeden Tag darüber nachdenken muss, wo ich schlafe und wie ich satt werden soll, bedeutet ein Zuwachs an Geld nur noch einen minimalen Zuwachs an Glücksempfinden. Trotzdem erzählen wir uns immer wieder, dass es auf die Rolex am Handgelenk oder den Sportwagen ankommt, mit dem wir auch unbedingt durch die Stadt flitzen wollen.

herCAREER: Es geht also um Statussymbole, die wir uns mit Geld erkaufen wollen. Wie sieht es denn mit beruflichem Status und Erfolg aus – inwiefern macht das glücklich?

Maren Urner: Es gibt Statussymbole, die mit Geld einhergehen, und solche, die immaterieller Art sind, wie zum Beispiel Jobtitel oder akademische Titel. Wir haben einen Wettbewerb daraus gemacht, sie zu erlangen und versuchen uns darin zu übertreffen. Wenn wir nur diesen Statussymbolen hinterherrennen, weil wir sie vermeintlich als Erreichen eines Glückszustands missverstehen, kann es sogar sein, dass wir eher unser Unglück mehren.

Natürlich ist Glück selbst eine Frage der Definition. Nehmen wir das Beispiel von Glück als Lebenszufriedenheit, die wir etwa erlangen, wenn wir einer erfüllenden beruflichen Tätigkeit nachgehen. Gerade im pflegerischen Bereich, wenn wir anderen Menschen helfen, geht das trotz anstrengendem Arbeitsalltag häufig mit einer hohen Lebenszufriedenheit aufgrund einer sinnhaften Tätigkeit einher. Unser Körper schüttet dabei Belohnungs- und Glückshormone aus, die unser Immunsystem stärken. Anderen zu helfen ist ein wichtiger sozialer Kit. Menschen sind nicht deshalb so erfolgreich auf diesem Planeten, weil sie besonders scharfe Zähne haben oder schnell rennen können, sondern weil sie in der Lage sind, zu kollaborieren. Dass helfende Tätigkeiten durch Glücksgefühle belohnt werden, ist evolutionsbiologisch gesehen ein Überlebensmechanismus.

herCAREER: Beinhaltet dieses Denken nicht auch die Gefahr der Ausbeutung? Sonst hieße das ja, Krankenschwestern und Krankenpfleger dürfen froh sein, dass sie helfen dürfen – auf Geld kommt es doch nicht an…

Maren Urner: Natürlich sollten entsprechende Tätigkeiten angemessen entlohnt werden, sodass sich niemand Sorgen um die eigene Existenz machen muss. Das Paradox liegt ja woanders: Wir haben uns einen Zustand erschaffen, in dem Banker ein höheres Ansehen genießen und mehr Statussymbole erhalten als Menschen in pflegerischen, sozialen und karitativen Berufen. Das hat viel damit zu tun, welches Geschlecht Berufsvertreterinnen und -vertreter haben.

Die gesellschaftlichen und biologischen Belohnungssysteme sind auch deshalb wichtig, weil sie mit den eben genannten Geschichten, die wir uns erzählen, in Verbindung stehen. Studien mit Kindern zeigen beispielsweise, dass sie die Lust an Dingen verlieren, für die sie bei guter Ausführung eine Belohnung bekommen. Sinnstiftung wirkt viel nachhaltiger. Doch in den Medien erzählen wir uns weiter die Geschichte, dass wir es „geschafft“ haben, wenn wir einen bestimmten Kontostand erreichen. Wir bekommen die vermeintlich glückliche Welt der „Reichen“ angepriesen. Dabei wissen wir aus zahlreichen Studien, dass ein Lottogewinn oder hohe Gehälter uns nur kurz Glücksgefühle bescheren. Dann gewöhnen wir uns daran, wie an alles andere auch und sind nicht glücklicher als vorher.

herCAREER: Auch deshalb, weil man dann ja eigentlich nur noch verlieren kann …

Maren Urner: Ja, genau. Wir wissen aus der Anreizforschung, dass die Angst vor Verlust ein starker Treiber ist. Jeder Verlust wiegt ungefähr doppelt so stark wie ein gleichwertiger Gewinn. Auf Negatives reagieren wir stärker als auf Positives. Das sind wir ganz Steinzeittier: In Krisen treibt uns die Angst in die Flucht oder den Kampf.

herCAREER: Auch wenn es um große gesellschaftliche Veränderungen geht, ist die Angst vor Verlust groß, Stichwort Gender-Debatte. Wie lässt sich das positiv wenden?

Maren Urner: Da habe ich einen Lieblingssatz, den ich häufig in Bezug auf die Klimakrise verwende, der sich aber auch auf Gleichstellung münzen lässt: Diversity muss die Party in der Stadt sein, die ausverkauft ist. Das Tolle ist ja: Wir wissen aus ganz vielen Studien, dass gemischtgeschlechtliche Teams ein höheres kreatives Potential haben und bessere Entscheidungen treffen als Monokulturen. In Gesellschaften, die egalitär sind, kommen die Menschen besser mit Krisen klar, werden älter und sind glücklicher. Mehr geht nicht an Beweislage. Doch ein solches System gefährdet natürlich die Macht einiger aktuell Mächtigen. Deshalb kommt es zu Hetzkampagnen gegen Frauen, die in bisherigen Männerdomänen erfolgreich sind – sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder im Sport.

herCAREER: Was muss denn dann noch passieren, damit wir die Veränderung ernst nehmen, wenn die Forschungslage so klar ist?

Maren Urner: Wir brauchen ein Reframing, so dass wir Diversity selbst als Gewinn verstehen. Letztlich haben wir wie bei allen vermeintlichen Dauerkrisen die Wahl zwischen „Change by Design“ oder „Change by Desaster“. Das häufig praktizierte „statische Denken“ – also das Gegenteil vom „dynamischen Denken“ – wird uns mittel- bis langfristig vor die Wand fahren lassen. Wir müssen den Drang unseres Hirns kurzfristig zu denken verstehen und dann überwinden. Auch dabei gilt wieder: Wenn wir gestresst und ängstlich sind, treffen wir kurzfristige Entscheidungen. Deshalb sind Momente der Ruhe und Muße sowie das Gefühl von Sicherheit extrem wichtig, um neues Denken zuzulassen.

herCAREER: Wir sprechen oft davon, dass wir einmal abschalten müssen. Was würdest Du dabei empfehlen?

Maren Urner: Unser Gehirn abzuschalten, kann nicht funktionieren. Dann wären wir tot. Stattdessen sollten wir öfters umschalten. Dafür kann es beispielsweise sinnvoll sein zu hinterfragen, wie wir unsere technischen Geräte nutzen. Umschalten kann bedeuten, sich zu überlegen, wann wir die Informationsflut unterbrechen und uns bewusst anderen Dingen widmen. Dafür können wir bestimmte Zeiten reservieren und Routinen aufbauen. Nur so können wir einen anderen Modus praktizieren. Aus der Psychologie wissen wir, dass Ruhephasen, Sport und Zeit mit anderen Menschen uns helfen, Dinge zu verarbeiten. Eine ganz wichtige Rolle spielt auch der Schlaf. Er ist kein notwendiges Übel, sondern ein Prozess, bei dem wir Erlebtes im Gedächtnis abspeichern und sortieren.

herCAREER: Gerade im Topmanagement wurde zumindest in der Vergangenheit ja gerne damit geprahlt, dass man mit wenig Schlaf auskommt…

Maren Urner: Ja, das hört man – vor allem in Deutschland – auch heute noch. Da prahlen Führungskräfte damit, dass ihnen vier oder fünf Stunden Schlaf reichen. Sie sehen es als ein Symbol von Stärke. Wieder ein Beispiel dafür, dass wir andere Geschichten brauchen. Denn die Rechnung geht einfach vorne und hinten nicht auf. Wenn Politiker:innen bis früh in die Nacht in Konferenzen sitzen, können sie keine guten Entscheidungen mehr treffen. So steigt beispielsweise ihre Risikobereitschaft, weil unser Gehirn unter Schlafmangel wie alkoholisiert ist.

herCAREER: Noch einmal zum Thema Diversity: Gerade erleben wir ja auch eine sehr harte Diskussion darüber, inwiefern wir in den Medien gendern sollten. Wie denkst Du darüber?

Maren Urner: Da können wir statisches Denken und konkrete Verlustängste auf dem Silbertablett beobachten. Wenn Menschen mit Sprache experimentieren, sehen sich andere in ihrer Weltsicht bedroht. Und in Bedrohungssituationen schalten wir auf Abwehr. Wenn jemand unser Weltbild angreift, gehen wir reflexartig in den Verteidigungsmodus. Da springt unser sogenanntes psychologisches Immunsystem an. Deshalb ist es so wichtig, über die dahinterliegenden Gründe zu sprechen: Warum fühlen sich Menschen dadurch angegriffen? Da sind wir dann schnell beim Thema Emotionen, die leider häufig immer noch als etwas Weibliches gelten und als etwas Schwaches abgestempelt werden.

herCAREER: Nützen oder schaden Emotionen also dem Thema Diversity?

Maren Urner: Die vermeintliche Dichotomie zwischen emotional und rational gibt es nicht. Das sehen wir so herrlich an dieser Gender-Debatte: Alles, was einen Wert für Menschen hat, kann man rational erklären und argumentieren, warum es gut oder schlecht ist. Argumente basieren immer auf Emotionen. Ich kann etwas nur dann einen Wert zuordnen, wenn ich emotional etwas damit verbinde. Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass Menschen, bei denen die Gehirnregionen zerstört sind, in denen wir Emotionen verarbeiten, nicht mehr handlungsfähig sind. Sie können keine Entscheidungen mehr treffen, weil sie keine Vorlieben haben. Wir müssen also mehr über unsere Emotionen und Werte sprechen – ganz einfach, weil sie die Basis unserer Entscheidungen und damit unsere Lebensgrundlage sind. Das gilt natürlich auch für Diversity-Themen.

herCAREER: Eines Deiner Spielfelder ist der Journalismus. Da geht es ja eigentlich um möglichst große Objektivität. Welche Rolle spielen denn Emotionen dabei?

Maren Urner: Eine große, denn die Wertvorstellungen von Journalist:innen prägen alles, worüber sie berichten. Über die größte Herausforderung der Menschheit, also die Klimakrise, wird viel zu wenig berichtet beziehungsweise mit der stattfindenden Berichterstattung von den echten Veränderungsthemen abgelenkt. Angesichts der Vielschichtigkeit des Themas kochen wir lieber Marmelade ein und trennen den Müll. Aber das ist nur Schönfärberei und reicht nicht. Bei Perspective Daily arbeiten die Autoren nach dem Prinzip des konstruktiven Journalismus, der immer die Frage: „Was jetzt?“ in den Fokus stellt. Der lösungsorientierte Blick ermöglicht eine andere Denkweise und damit eine andere Art der Berichterstattung, die ein vollständigeres Bild der Welt liefert und Menschen nicht hoffnungslos zurücklässt.

herCAREER: Dann kamst Du also auf die Idee ein Magazin zu gründen, um andere Geschichten zu erzählen. Oder wie war das genau?

Maren Urner: Die Story begann am Küchentisch. Mein Mitgründer Han Langeslag und ich haben uns als Neurowissenschaftler gefragt: Woher bekommen wir eigentlich unsere Informationen, die unser Weltbild prägen, wenn wir Schule und Ausbildung oder Studium hinter uns haben? Aus den Medien. Angesichts der fehlenden Lösungsorientierung in den Medien und der Gesellschaft haben wir uns dann gefragt: Was könnten wir dazu beitragen, um das Narrativ zu ändern? So war die Idee nicht weit, ein Online-Magazin zu gründen, das konstruktiv und lösungsorientiert berichtet.

herCAREER: Von der Idee zur Umsetzung ist es aber doch oft ein weiter Weg bei einer Gründung…

Maren Urner: Ja, wir haben uns zuerst angeschaut, ob es sinnvoller wäre, in bestehende Medienhäuser reinzugehen. Bei jeder Entscheidung sind wir immer lösungsorientiert vorgegangen. Wir haben uns international ähnliche Projekte angeschaut, um von deren Fehlern und Erfahrungen zu lernen. Dabei haben wir viele intellektuelle Unterstützer:innen gefunden. Um das Ganze zu finanzieren, haben wir eine große Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt und konnten gut 500.000 Euro einsammeln, um das erste Jahr zu finanzieren.

herCAREER: Klingt nach einer guten Erfolgsstory. War das tatsächlich so einfach?

Maren Urner: Zu gründen ist nie ein „Walk in the Park“. Die Menschen, die ein Unternehmen gestalten, sind die wichtigste Zutat. Sie brauchen eine gute Ausdauer und müssen sich einbringen wollen mit Zeit, Ideen und Gedanken. Dabei gilt es immer die Balance zwischen Einsatz und Aufopferung zu wahren. Als Gründerin muss ich zu 100 Prozent von der eigenen Idee überzeugt sein und bereit sein, neue Erfahrungen zu sammeln und immer wieder neu zu justieren. „Dynamisches Denken“ in der Anwendung sozusagen! Uns haben sehr viele Menschen helfen wollen und dann wurde unsere Idee medienwirksam verbreitet. Wir konnten sie durch einige Talkshows der Nation tragen.

Nur so wurde das Crowdfunding mit mehr als 12.000 Unterstützer:innen erfolgreich. In der Planungsphase hatten wir ein Gründerstipendium, das uns ein Jahr lang unseren Lebensunterhalt gesichert hat, so dass wir uns auf die inhaltliche Arbeit fokussieren konnten. Ausprobieren, machen, zeigen – am besten sind Menschen, wenn sie involviert sind und einen Sinn in dem sehen, was sie tun.

herCAREER: Du hast die Fehler angesprochen, die andere gemacht haben und von denen Ihr gelernt habt. Habt Ihr trotzdem auch Fehler gemacht?

Maren Urner: Oh ja, ganz viele! Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Wer etwas Eigenes auf die Beine stellen will, landet immer wieder in Sackgassen oder versucht irgendwo in großer Höhe eine Wendung hinzulegen, wo keine Steighaken sind.

herCAREER: Ein Beispiel?

Maren Urner: Am Anfang haben wir viel auf analoge Ausspielwege und Veranstaltungen gesetzt. Bis wir gemerkt haben, dass die Kosten-Nutzen-Rechnung dabei meist nicht aufgeht. Der Aufwand übersteigt häufig den Output. Erst durch das eigene Erleben haben wir gelernt, uns auf das zu fokussieren, was uns wirklich etwas bringt und beispielsweise die Reichweite erhöht.

herCAREER: Hast Du als Gründerin – also als Frau – auch einmal Nachteile erlebt?

Maren Urner: Lange Zeit habe ich gedacht, dass Gender-Thema sei nicht relevant für mich. Ich habe mich primär als Menschen gesehen. Aber in der geteilten Rolle als Chefredakteurin und Geschäftsführerin bei Perspective Daily wurde ich immer darauf hingewiesen, dass ich eine Frau bin. Ich habe mich also eher gezwungenermaßen damit auseinandergesetzt. Auch jetzt bin ich oft noch die einzige Frau auf Podien. Quote hin oder her – es ist natürlich wichtig, dass Frauen und Männer sich gleichermaßen einbringen können. Es braucht mehr Plattformen und Veranstaltungen, auf denen wir das Gefühl haben, gemeinsam etwas bewirken zu können.

Wenn wir auf die Krisen der aktuellen Zeit schauen, warum sind wir da so träge? Weil sich das trotz allem so weit weg anfühlt. Wir handeln erst, wenn etwas Menschen aus unserem Umfeld betrifft, die unserer Gruppe angehören. Wir brauchen also ein neues Gruppendenken – die zweite Zutat vom „dynamischen Denken“. Wenn uns das Corona-Virus hoffentlich eines gelehrt hat, dann, dass es keine Grenzen gibt. Diese Grenzenlosigkeit sollten wir auch zwischen den Geschlechtern akzeptieren.

herCAREER: Du hast schon durch Dein erstes Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ einen Bestseller gelandet und wurdest plötzlich als Expertin durch die Medien gereicht. Wie ist das denn, wenn man plötzlich als Expertin so gefragt ist?

Maren Urner: Es gibt schon Tage, an denen ich denke, das ist alles eine Nummer zu groß. Was mache ich hier eigentlich? Gleichzeitig muss ich mir gut überlegen, auf welchen Bühnen und zu welchen thematischen Debatten ich mich einbringen möchte. Ich bekomme Anfragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und neige eher dazu, Anfragen anzunehmen als abzusagen, weil ich ein sehr neugieriger Mensch bin. Da muss ich aufpassen, mich zu fokussieren und nicht zu übernehmen Dabei ist der Abgleich mit vertrauten Menschen und Personen, die in einer ähnlichen Situation sind, extrem wichtig geworden. Das hilft mir Abgrenzung zu üben und auch einmal Stopp zu sagen.

herCAREER: Und was nun? Wie geht es bei Dir weiter?

Maren Urner: Die große Glaskugelfrage! Die ehrliche Antwort: Ich weiß es nicht! Hätte mir jemand 2013 gesagt, dass ich in drei Jahren ein Medienunternehmen gründen würde, hätte ich die Person sehr wahrscheinlich für verrückt erklärt. Ebenso, wenn mir 2017 jemand gesagt hätte, dass ich in zwei Jahren Professorin für Medienpsychologie sein würde. Ich habe das alles nicht geplant und bin auch nicht so erfolgsorientiert. Mir geht es in erster Linie um die Sache und Verantwortung. Mit einer Kombination aus Offenheit und Durchhaltevermögen tun sich immer wieder neue Wege auf. Deshalb habe ich wirklich keine Ahnung, was als nächstes bei mir kommt. Sicher wird es sich aber auch dabei um das Wofür drehen. Wenn wir die Frage annehmen, worauf es im Leben ankommt, landen wir schnell bei der nächsten: Was ist möglich, wenn wir es wirklich wollen?

Am Freitag, 17. September 2021, von 11.50 bis 12:30 Uhr spricht Maren Urner auf dem Authors-MeetUp der Messe herCAREER über ihr Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise: Mit dem Denken von morgen die Probleme von heute lösen“.

Bild: © Michaela Jungblut

Quelle messe.rocks GmbH