Start Blog Seite 2209

KI-Einsatz in deutschen Unternehmen noch verhalten

0
Lars Börgeling, Geschäftsführer DACH bei Cegid

Studie: 39 % der Arbeitnehmenden nutzen keine KI am Arbeitsplatz

Zwei von fünf deutschen Arbeitnehmenden nutzen derzeit keinerlei KI-Technologie am Arbeitsplatz, noch nicht einmal Übersetzungsprogramme (39 %). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des HR-Softwareanbieters Cegid. Nur 7 % sagen, das Arbeiten mit KI-Tools nehme über 50 % ihrer Arbeitszeit ein.

Diskussionen um KI-Anwendungen wie ChatGPT oder DeepL sind derzeit allgegenwärtig. Studienergebnisse zeigen nun allerdings, dass KI nicht vornehmlich Teil des Arbeitsalltags deutscher Arbeitnehmenden ist. Drei Viertel von ihnen nutzen KI in weniger als 30 % ihrer Arbeitszeit. Am häufigsten integrieren die 18-34-Jährigen die neue Technologie in ihren Arbeitsalltag: Knapp jeder Vierte nutzt KI in mehr als 30 % seiner Arbeitszeit. Bei den Generationen darüber sind es nur 18 %.

Die KI-Trägheit spiegelt sich auch auf Seiten des Managements wider: Nur 6 % sagen, ihr Unternehmen forciere den breiten Einsatz von KI in ihren Teams. Punktuell fördert immerhin ein Drittel der Führungskräfte KI (35 %). Doch 60 % der befragten Führungskräfte haben noch keine KI in ihrem Team im Einsatz. Die Hälfte davon plant entsprechende Projekte, doch jede zehnte Führungskraft findet keinen Ansatzpunkt, um KI-Anwendungen im Unternehmen einzubinden (11 %). Knapp 20 % der befragten Führungskräfte erkennen darin auch keine Notwendigkeit.

„Es zeigt sich: Dass KI-Tools bald schon den Großteil unserer Arbeit von selbst verrichten, ist noch Zukunftsmusik. Dennoch ist der aktuelle Hype um KI-getriebene Anwendungen wie ChatGPT aus unternehmerischer Sicht zu begrüßen: Mit der technologischen Entwicklung werden Anpassungsfähigkeit und Offenheit für Neues in Zukunft in einer Vielzahl von Tätigkeiten wichtiger sein als bestehendes Know-how. Unternehmen sollten daher die gesteigerte Awareness nutzen, um ihre Teams an den sicheren Umgang mit neuen Technologien heranzuführen“, so Lars Börgeling, Geschäftsführer DACH bei Cegid.

Methodik der Studie

Im Auftrag von Cegid befragte das Marktforschungsunternehmen Appinio in einer repräsentativen Studie im Juli 2023 deutschlandweit 100 Führungskräfte und 400 Arbeitnehmende aller Geschlechter im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Bild: Lars Börgeling, Geschäftsführer DACH bei Cegid

Quelle: ELEMENT C GmbH

Gesunde Konkurrenz für herkömmliche Tiefkühlkuchen

0
Raw Cake Sorten Coconut und Cashew Vanilla

The SNACCIDENTS denkt Kuchen neu und erweitert das Sortiment

Das Münchener Start-Up the SNACCIDENTS ist seit der Gründung in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. Das spiegelt sich auch in der stetigen Erweiterung des Sortiments wider. Nach dem Launch der veganen Naked Raw Cake Sorten im Herbst 2022 hat das Unternehmen in diesem Sommer erneut zwei neue Sorten auf den Markt gebracht. Raw Cake Coconut und Cashew Vanilla bringen dank ihrer 100% natürlichen Zutaten frischen Wind ins Tiefkühl-Kuchensortiment und sind der ideale Snack an warmen Sommertagen.

The SNACCIDENTS hat mit den kleinen Raw Cakes eine gesunde, vegane Kuchen-Alternative mit unwiderstehlichem Geschmackserlebnis geschaffen, die gleichzeitig alle Ansprüche an gute, natürliche Zutaten erfüllt. Mit den beiden neuen Raw Cake Sorten Coconut und Cashew Vanille werden zwei aktuelle Geschmacks-Trends bedient. Vor allem mit der Sorte “Cashew Vanilla”, die im Geschmack zwar an Salted Caramel erinnert, aber in einer guten, natürlichen Variante ohne Industriezucker so noch nicht auf dem Markt vorhanden ist.

“Beide neuen Sorten sind auf Wunsch von unserer Community entstanden”, erklärt Saia Winkler, Gründerin und Produktentwicklerin von the SNACCIDENTS. “Aus unserem STRANGERS Cafe in München, das über die Grenzen Münchens hinaus für vegane Raw Cakes bekannt war und aus dem wir the SNACCIDENTS 2021 heraus gegründet haben, sind natürlich noch viele Rezeptideen vorhanden. Und obwohl sich seitdem viel verändert hat, ist eins gleich geblieben – unsere Community steht für uns an erster Stelle. Daher haben wir diese in unsere Entscheidung miteinbezogen, welche beiden Sorten sie sich als nächstes bei uns im Sortiment wünschen und die Abstimmung war schnell eindeutig: Coconut und Cashew Vanilla”.

“Bei der neuen Produktion haben wir aber nicht nur zwei neue Sorten kreiert, sondern vor allem die Rezeptur von allen Sorten nochmals verbessert. Anstatt grober, glutenfreier Haferflocken verwenden wir nun feine, glutenfreie Haferflocken. Das macht den Boden nochmals viel weicher und erzeugt ein noch besseres Geschmackserlebnis. Wir nehmen das Kundenfeedback immer sehr ernst und versuchen uns ständig zu verbessern. Bei allen Zutaten versuchen wir, wo es uns möglich ist, BIO Zutaten zu verwenden, mit dem Ziel, idealerweise bei der nächsten Produktion dann auf 100% BIO Zutaten umzustellen”, sagt Saia Winkler.

Wie bei den anderen Chocolate Raw Cakes besteht der Boden der beiden neuen Sorten ebenfalls aus Datteln und Haferflocken und ist durch die Verbesserung der Rezeptur jetzt noch zarter. Bei der Sorte Cashew Vanilla besteht der innere Kern aus cremigem Cashewmus, einer feinen BIO-Vanillenote und einer Prise Salz. Abschließend wird alles von einer knackigen Kakaoglasur ummantelt, die nach eigener Rezeptur hergestellt wird.
Bei dem Raw Cake Coconut besteht der Kern aus einer sehr saftigen Schicht aus Kokosraspeln und Kokoscreme. “Einfach der ideale Snack für den Sommer, der aus dem Kühlschrank die perfekte, gesündere Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten ist”, beschreibt Julia Korner, Co-Founderin und Marketing Verantwortliche, ihre neue Lieblingssorte.

Wie auch die anderen Sorten kommen alle Raw Cakes ohne raffinierten Zucker, Zusatz- und Konservierungsstoffe aus und sind zudem alle vegan und glutenfrei. Die klassischen Sorten Mandel und Haselnuss, aber vor allem der nussfreie Donut mit dem Blumendekor sind bereits zu Bestsellern im Sortiments geworden. Das wurde im April nochmals deutlich, als der Raw Donut Chocolate den PETA Award für das „beste vegane Dessert“ 2023 in Deutschland gewonnen hat. Das war für die beiden Gründerinnen Saia Winkler und Julia Korner eine große Motivation, nun das Sortiment auch erstmalig in Saisonalitäten zu denken und dementsprechend zu erweitern, um den Kund*innen noch mehr Alternativen zu herkömmlichen Kuchen und Snacks aus nur guten und 100% natürlichen Zutaten anzubieten.

Die neuen Sorten sind ab sofort – wie auch alle anderen Raw Cakes – im Online Shop unter www.thesnaccidents.de deutschlandweit erhältlich.

Quelle: STRANGERS GmbH

Dutzende Extremisten aus Deutschland kämpfen in der Ukraine

0

Russische Invasion in der Ukraine zu Beginn des Kriegs (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin/Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Dutzende Extremisten aus Deutschland sind seit Beginn der russischen Invasion in das ukrainische Kriegsgebiet gereist. Das teilte das Bundesinnenministerium (BMI) mit, wie die „Welt am Sonntag“ schreibt.

Insgesamt hätten Sicherheitsbehörden Ausreisen von 61 Personen registriert, „die einen Extremismus-Bezug oder eine Verbindung zur politisch motivierten Kriminalität aufweisen“. Bei 39 Personen gebe es tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass diese „mit der Absicht zur Teilnahme an Kampfhandlungen“ das Land verlassen hätten. Davon seien 27 pro-russisch und zwölf pro-ukrainisch orientiert. Bei der deutlichen Mehrheit dieses Personenkreises lägen den Behörden konkrete Informationen vor, dass sie sich an Kampfhandlungen beteiligt hätten.

Darunter befänden sich sowohl Rechts- als auch Linksextremisten. Die meisten Personen ordnen Behörden jedoch dem Phänomenbereich „ausländische Ideologie“ zu. Eine Aufschlüsselung zu konkreten Gruppen sei aufgrund fehlender Daten nicht möglich, so das BMI. Grundsätzlich sei die Teilnahme an Kampfeinsätzen in der Ukraine nicht strafbar, teilte eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums mit. Dies gelte, „solange sie nicht als Söldner handeln, sondern als Angehörige der regulären Streitkräfte oder ihnen gleichgestellter Freiwilligencorps und Milizen“.

Dies schütze aber nicht vor Ermittlungen bei etwaigen Kriegsverbrechen. Der Generalbundesanwalt wollte sich nicht dazu äußern, ob entsprechende Verfahren gegen ausgereiste Kämpfer geführt werden. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) kritisierte die Zurückhaltung der Strafverfolger: „Personen oder Extremisten, die sich freiwillig den russischen Streitkräften bzw. Terrorgruppen anschließen, um sich am Überfall auf die Ukraine zu beteiligen, sind nach Rückkehr in Deutschland strafrechtlich zu verfolgen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Denn es sei davon auszugehen, dass diese Kämpfer „systematisch an Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverbrechen beteiligt waren“.

Insgesamt ist die Anzahl von Freiwilligen aus Deutschland, die in der Ukraine kämpfen, höher. Behörden erheben hierzulande jedoch ausschließlich Daten zu Personen mit Extremismusbezug. Darüber hinaus gibt es aber eine Reihe an ehemaligen Bundeswehr-Soldaten, die sich der Internationalen Legion der ukrainischen Armee angeschlossen haben.


Foto: Russische Invasion in der Ukraine zu Beginn des Kriegs (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Eurowings, Condor und Tuifly prüfen Klagen gegen "Letzte Generation"

0

Condor und Eurowings (Archiv), über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem der Flughafen Düsseldorf angekündigt hat, die Aktivisten der „Letzten Generation“, die das Rollfeld am 13. Juli besetzt hatten, auf Schadenersatz zu verklagen, schließen sich die Airlines Eurowings, Condor und Tuifly an. Alle drei Unternehmen prüfen Schadenersatzklagen, erklären sie auf Anfrage, wie die „Rheinische Post“ schreibt.

Ein Sprecher von Eurowings sagte: „Eurowings beabsichtigt – wie auch alle anderen betroffenen Airlines der Lufthansa Group (Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Eurowings) – Schadensersatzansprüche geltend zu machen.“ Der Hamburger Luftfahrtexperte Gerald Wissel schätzt, dass es bei den Klagen um eine Summe von mehreren Millionen Euro gehen wird. „Insgesamt kann es zu Schadenersatzforderungen in Höhe einiger Millionen Euro kommen“, sagte er und ergänzte: „Da mussten Hotels für Passagiere gebucht werden, es entgingen Ticketeinnahmen, Ersatzflugzeuge mussten gefunden werden, andere Crews mussten eingesetzt werden, da kommt einiges zusammen.“ Insgesamt waren 48 Flüge storniert worden, zwei wurden umgeleitet.

Der Flughafen Düsseldorf erklärte, er habe Strafanzeige wegen „gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung, Nötigung und Hausfriedensbruch“ erstattet. Bei einer Verurteilung wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr droht eine Strafe von bis zu zehn Jahren Haft. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sagte der „Rheinischen Post“ allerdings: „Es wird wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs ermittelt. Aktuell sehen wir aber keine zureichenden Hinweise auf einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr, da dies eine konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Sachen von bedeutendem Wert voraussetzen würde.“

Nach den bisherigen Erkenntnissen sei das nicht der Fall gewesen, weil Flugzeuge rechtzeitig umgeleitet worden oder gar nicht gestartet seien.


Foto: Condor und Eurowings (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Söder setzt auf inhaltliche Abgrenzung zur AfD

0

AfD-Parteitag am 28.07.2023, über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerischen Ministerpräsident Markus Söder hat erneut eine klare Abgrenzung gegenüber der AfD auf allen Ebenen gefordert. „Es gilt, klare Kante zu zeigen. Zur AfD gibt es nur eine klare Abgrenzung“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“.

Der Unterschied zwischen Union und AfD sei eindeutig zu benennen: „Die Union ist konservativ. Sie will bewahren und schützen. Die AfD ist radikal. Sie will einen anderen Staat“, sagte der CSU-Chef.

„Die AfD will raus aus der Nato und der EU. Das hätte zur Folge, dass wir wirtschaftlich unseren Wohlstand massiv verlieren und verarmen“, so Söder. „Und unter der AfD würde Deutschland ein Vasallenstaat von Putin und Moskau werden. Franz Josef Strauß hätte die AfD daher als `fünfte Kolonne Moskaus` bezeichnet.“

Söder erklärte, es werde nach den Landtagswahlen in Bayern weder AfD-Bürgermeister noch Landräte geben. „Als ehemaliger Heimatminister habe ich bewusst Konzepte für die bayerischen Regionen erarbeitet, die von Abwanderung bedroht waren. Sie wurden infrastrukturell gestärkt durch den Bau von Hochschulen, durch Verlagerungen von Behörden und zahlreiche Investitionen. Das hat sich ausgezahlt.“

Allgemein riet der Ministerpräsident: „Wir sollten weniger über die AfD, sondern mehr über unsere Stärken sprechen. Deswegen muss die Union noch deutlicher ihre Konzepte zur Wirtschaftspolitik, zum Erhalt des Wohlstands und zur inneren Sicherheit herausstellen.“ Mit Blick auf dem Abwehrkampf der AfD forderte Söder die Senkung der Stromsteuer, die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf Null und die Abschaffung der Erbschaftsteuer auf das selbst genutzte Wohneigentum. „Was die neuen Bundesländer betrifft, würde ich raten, mehr auf Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und auf Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt zu hören. Beide haben Wahlen erfolgreich gegen die AfD gewonnen. Außerdem sollte man ihnen mehr inhaltliche Beinfreiheit und Respekt in der Union zeigen“, sagte Söder.


Foto: AfD-Parteitag am 28.07.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Rund 26.000 Verfahren wegen gefälschter Impfpässe

0

Impfpass (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen gefälschter Corona-Impfdokumente wurden bundesweit rund 26.000 Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Täter eröffnet. Das ergaben Anfragen der „Welt am Sonntag“ an die Bundesländer.

Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen hat von April 2021 bis November 2022 in einer Sonderauswertung Fallzahlen zu gefälschten Impfpässen erhoben. In diesem Zeitraum wurden demnach 6.425 Straftaten erfasst. Zudem stellte die Polizei 2.113 gefälschte Dokumente sicher. In Bayern wurden bis Mitte dieses Jahres mehr als 6.300 Vorgänge erfasst. Laut LKA Berlin wurden seit dem 1. Januar 2021 insgesamt 2.340 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit gefälschten Impfausweisen geführt. Zudem fanden 110 Hausdurchsuchungen statt. Für das Jahr 2022 meldet Baden-Württemberg 1.893 erfasste Fälle von Impfpassfälschungen, Schleswig-Holstein zählt seit 2021 „in etwa“ 1.800, Rheinland-Pfalz landesweit 1.919, Niedersachsen „rund“ 1.500, Hessen 754, Brandenburg 805, Thüringen 688, Sachsen 599, Bremen 270, Hamburg 131, Mecklenburg-Vorpommern 100 und Sachsen-Anhalt 75. Das Innenministerium des Saarlands nannte keine Zahlen zu erfassten Straftaten, teilte auf Anfrage aber mit, dass es 250 Beschuldigte im Zusammenhang mit Impfpassfälschungen gebe. Laut dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, arbeiten die Ermittler im Bereich der Betrugsstraftaten am absoluten Limit. Während der Pandemie habe der Onlinebetrug stark zugenommen. „Zusätzlich mussten und müssen Fälle gefälschter Impfausweise abgearbeitet werden“, sagte Kopelke der „Welt am Sonntag“. Dafür sei Personal aus der sogenannten Regelorganisation herausgenommen worden. Dass dieses dann bei der Ermittlung anderer Straftaten fehle, liege klar auf der Hand. „Der Rückstau an zu bearbeitenden Sachverhalten ist daher immens“, erklärte der Gewerkschafter. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Tino Sorge (CDU), ist gegen eine Amnestie für Impffälscher, auch wenn dies die Polizei entlasten würde. „Wer ein wichtiges medizinisches Dokument fälscht, handelt kriminell. Zumindest in Fällen, in denen in hoher Zahl und im Weiterverkauf Impfpässe gefälscht wurden, wäre eine pauschale Amnestie ein sehr fragwürdiges Signal“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Die aus Sorges Sicht teilweise übertriebenen Corona-Maßnahmen würden jedoch zurecht hinterfragt werden. Dem müsse rückblickend auch in den laufenden Strafverfahren Rechnung getragen werden. „Verfahren jetzt zu beenden wäre eine Ungleichbehandlung gegenüber jenen Personen, die bislang sanktioniert wurden“, so Sorge weiter. Angemessen wäre seiner Ansicht nach jedoch ein deutlich erweiterter Ermessensspielraum für die Behörden bei den aktuell noch laufenden Verfahren.

Wichtig sei auch eine Differenzierung zwischen weniger schweren Einzelfällen und Konstellationen, in denen Pässe zum Verkauf oder in hoher Zahl gefälscht wurden. Ähnlich argumentiert die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Kathrin Vogler. „Wir sprechen hier unter anderem von Leuten, die aus Profitgier gefälschte Impfpässe verkauft haben, und Ärzten, die bewusst Impfpässe für Impfungen, die es nie gegeben hat, ausgestellt und möglicherweise gegenüber den Krankenkassen abgerechnet haben“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Eine pauschale Amnestie wäre ihrer Ansicht nach der falsche Weg.


Foto: Impfpass (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Forsa: Keine Mehrheit für Personenkontrollen an Außengrenzen

0

Grenze Polen-Deutschland bei Frankfurt (Oder) (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unter den Bundesbürgern gibt es derzeit keine Mehrheit für Personenkontrollen an den Außengrenzen Deutschlands. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL/ntv.

36 Prozent der Befragten befürworten die Maßnahme. Mehrheitlich sind nur die AfD-Anhänger dafür (74 Prozent). Unter den Anhängern der Union wünschen sich 36 Prozent solche Personenkontrollen. Auch 27 Prozent der SPD- und 23 Prozent der FDP-Anhänger können sich Kontrollen an den Außengrenzen vorstellen.

Bei den Sympathisanten der Grünen sind es sieben Prozent. Für die Erhebung hat Forsa am Mittwoch und Donnerstag 1.002 Bundesbürger befragt.


Foto: Grenze Polen-Deutschland bei Frankfurt (Oder) (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Sprunghafter Anstieg von Krankenhausinsolvenzen

0

Krankenhaus (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Insolvenzen von Krankenhäusern in Deutschland ist in diesem Jahr sprunghaft gestiegen. Seit Mai haben neun Kliniken einen entsprechenden Antrag gestellt.

Das teilte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) der „Welt am Sonntag“ auf Anfrage mit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden in den Monaten Januar bis April 2023 zudem acht Insolvenzverfahren von Krankenhäusern eröffnet. Zum Vergleich: Für das gesamte Jahr 2022 weisen die Statistiker zehn Klinikpleiten aus. Ein Jahr zuvor wurden vier Verfahren eröffnet. Konsequenzen hat das auch für den Steuerzahler. So übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Fortzahlung der Gehälter betroffener Kliniken für den Zeitraum von drei Monaten.


Foto: Krankenhaus (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Klima: Latif kritisiert Spekulationen über Brandstiftung auf Rhodos

0

Feuerwehr auf einer Drehleiter (Archiv), über dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Klimaforscher Mojib Latif hält nichts davon, im Zuge der Waldbrände auf Rhodos über Brandstiftung zu diskutieren. „Die natürlichen Bedingungen ändern sich im Zuge des Klimawandels einfach und machen Flächenbrände wie auf Rhodos immer wahrscheinlicher. Dann redet man aber von Brandstiftung und hat wieder eine Entschuldigung, um nicht über den Klimawandel reden zu müssen“, sagte der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe).

Laut Latif ist der Klimawandel die wahre Brandgefahr. Wegen der dadurch verursachte Hitze und Trockenheit sei es möglich, dass selbst kleine Feuergefahren große Brände verursachen. „Selbst, wenn es Brandstiftung war: Eine unachtsam weggeworfene Zigarette ist bei so einer Trockenheit genauso gefährlich“, sagte der Seniorprofessor am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. „Das wird man nicht mehr durch reine Anpassung an den Klimawandel regeln können“, sagte Latif. Wegen der verheerenden Waldbrände auf der griechischen Insel Rhodos mussten in den vergangenen Tagen Tausende Menschen evakuiert werden. Die Behörden gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Antonis Karoumbakis, Bürgermeister der Insel, hatte eine Klage gegen unbekannt wegen absichtlicher Brandstiftung in den Wäldern angekündigt.


Foto: Feuerwehr auf einer Drehleiter (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Hitze: Wohnungslosenhilfe will kostenfreies Wasser für Obdachlose

0

Bettlerin (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Werena Rosenke, hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aufgefordert, Obdachlose an sehr heißen Tagen vor schweren Schäden oder gar Tod durch Hitze zu schützen. „Wohnungslose Menschen müssen im öffentlichen Raum Zugang zu kostenfreiem Wasser, Duschmöglichkeiten und kühlen Räumlichkeiten erhalten“, sagte Rosenke der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Grundsätzlich begrüße sie den Hitzeschutzplan des Gesundheitsministers. Ein Hitzeschutzfonds wäre laut Rosenke allerdings sinnvoll, damit die Dienste und Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfen dringend benötigte Dinge für wohnungslose Menschen anschaffen können. Unterdessen kritisierte die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, in Lauterbachs Hitzeschutzplan würden konkrete Maßnahmen fehlen. Ungeklärt sei zum Beispiel, „wie in Altersheimen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern gekühlte Räume eingerichtet werden könnten“ oder wie Senioren in städtischen Gebieten einen geeigneten Platz zur Abkühlung finden, sagte Bentele der Zeitung.

Der Hitzeschutzplan sei zwar längst überfällig gewesen, könne aber nur ein Anfang sein. Lauterbach hatte seinen Hitzeschutzplan am Freitag vorgestellt und dabei erklärt, die Zahl der Hitzetoten in diesem Jahr halbieren zu wollen.


Foto: Bettlerin (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts