Start Blog Seite 2209

Elon Musk fehlt es an weiblicher Intuition – diese 3 Eigenschaften sollte er sich bei Gründerinnen abschauen

0
elon musk

In einem Punkt sind sich alle einig: Elon Musks ausgefallene Ideen und strengen Vorgaben polarisieren. Die Meinungen über seinen öffentlichen Auftritt, seinen Umgang mit Angestellten und seine Person gehen dabei aber weit auseinander. Ist er ein genialer Vorreiter – oder doch nur ein machtgieriger Träumer?

„Zwar ist Elon Musk einer der wagemutigsten  Unternehmer der Welt, es scheint ihm jedoch in vielerlei Hinsicht an weiblicher Intuition zu fehlen – was ihn daran hindert, das zu erreichen, wozu er wirklich imstande wäre“, sagt Nicole Frenken. Aus ihrer Zusammenarbeit mit zahlreichen Gründerinnen und gestandenen Selbständigen weiß die Businessmentorin, welche Stärken Unternehmerinnen ihren männlichen Kollegen voraushaben.

In diesem Interview analysiert sie die über die Medien dargestellte Führungslinie von Elon Musk und verrät, welche Eigenschaften sich Männer von erfolgreichen Unternehmerinnen abschauen sollten.

Elon Musk räumt gerade ordentlich auf bei Twitter, feuert Mitarbeiter und verlangt 80-Stunden-Wochen. Würde sich eine Business-Frau auch so verhalten wie Elon Musk?

Das Verhalten von Elon Musk wirkt seit geraumer Zeit äußerst chaotisch – nicht zuletzt wegen seiner Unentschlossenheit über den Kauf von Twitter. Es muss sich noch zeigen, wie gut seine Ansätze beim Social-Media-Giganten einschlagen. Die Übernahme ist noch ganz frisch und bisher fiel er in den Medien überwiegend negativ auf. An der breit thematisierten Kündigungswelle wird das Unternehmen eine Weile zu knabbern haben. Das Betriebsklima und die Motivation des Kernteams  werden dadurch gekillt.

Business-Frauen würden sich meiner Erfahrung nach in einer solchen Situation sehr viel besonnener verhalten und mit einer nachvollziehbaren Strategie darauf reagieren. Mir ist also keine Unternehmerin bekannt, die ein ähnliches Verhalten wie Musk an den Tag legen würde.

Was kann Musk sich von erfolgreichen Frauen abschauen?

Während ambitionierte Männer ihren unternehmerischen Erfolg oft als selbstverständlich betrachten, sind Gründerinnen in der modernen Welt meist von ihrem Streben nach Unabhängigkeit geprägt: Sie wollen sich vor allem selbst weiterentwickeln – nicht nur ihr Business. Viele Frauen sehnen sich nach einem Gemeinschaftswerk oder einer Teamleistung. Frauen sind folgerichtig offener für Feedback und Impulse anderer Menschen.

Darüber hinaus handeln weibliche Führungspersönlichkeiten oftmals empathischer, was bei ihren Mitarbeitern gut ankommt. Sie verfügen dank ihres Einfühlungsvermögens außerdem über einen differenzierteren Blick auf Probleme und Schwierigkeiten. Elon Musk würde gut daran tun, sich seiner Überheblichkeit und Engstirnigkeit zu entledigen. Stattdessen sollte er größeren Wert auf die Meinung seiner Mitarbeiter legen, ihre Expertise nutzen und ihnen mehr kreativen Spielraum geben – Hindernisse lassen sich bekanntlich am besten gemeinsam überwinden.

Glauben Sie, dass Musk trotz seines Stils Erfolg haben wird?

Diese Prophezeiung ist bei Business-Kamikazetypen wie Musk wie der berühmte Blick in die Glaskugel. Sein Mut und seine visionäre Kraft sind natürlich ein großer Erfolgsfaktor. Sein Charakter wiederum wird ihm immer wieder bei der langfristigen Umsetzung seiner Visionen zu NAchteil gereichen. ie Sympathie bleibt dabei eben oft vollkommen auf der Strecke. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Meme auf die Straße setzen ist nicht witzig. Und tatsächlich muss ein Anführer auch mal mit Wärme und Sympathie punkten – insbesondere bei Twitter steht Musk sonst auch schnell allein da.

Aktuell sieht man dafür schon die ersten Anzeichen: Deutlich weniger Mitarbeiter folgen Musks Aufruf, mehr zu arbeiten. Mit einem kooperativerem, auf Vertrauen basierendem n Führungsstil wäre mehr Motivation vorhanden.

Über UP-Lift:

Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken sind die Geschäftsführerinnen der Mentoring-Agentur UP-Lift. Mit ihrem Unternehmen unterstützen sie Frauen zu mehr Erfolg als Unternehmerinnen und Selbstständige. Das gelingt ihnen durch ein Mentoring-Angebot, das an den Erfolgssäulen Strategie UND Mindset ansetzt – und über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Mentale Hürden, die Frauen in der Business-Welt zurückhalten, können so nachhaltig abgebaut werden. 

Mehr Informationen dazu unter: https://up-lift.de

Foto Quelle: Up-Lift GmbH

Elon Musk fehlt es an weiblicher Intuition – diese 3 Eigenschaften sollte er sich bei Gründerinnen abschauen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mehr als nur Regeneration: L-Glutamin von foodspring

0
L-Glutamin von foodspring. 

Mehr als nur Regeneration: L-Glutamin von foodspring. 

Das Produktportfolio von foodspring bietet eine Vielzahl an Alternativen, die den Körper auf intensive Trainingseinheiten vorbereiten. Ebenso wichtig ist es aber, genügend Zeit zum Erholen und zum Regenerieren einzuplanen. Wird dies vernachlässigt, kann der Hormonhaushalt durch einen Mangel an Testosteron und Überschuss an Cortisol gestört werden. Deshalb sollte die Wichtigkeit ausreichender Erholung nicht unterschätzt werden.

Um die Regeneration effektiv zu gestalten, kann an Ruhetagen zusätzlich die Aminosäure L-Glutamin eingenommen werden, welche eine Schlüsselrolle bei der Produktion von Antikörpern spielt. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und der Körper vor Krankheiten geschützt. Als Resultat kann sich der Körper voll und ganz auf die Regeneration der Muskeln konzentrieren. 

Die menschliche Muskulatur besteht beinahe zu 60% aus der lebensnotwendigen Aminosäure L-Glutamin. Dieser Wert verdeutlicht die besondere Rolle, die L-Glutamin in unserem Körper einnimmt. Bei intensiven Trainingseinheiten kann das Produkt dazu beitragen, die Leistung zu steigern und die Regenerationsprozesse in den Muskeln wirksam zu unterstützen. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es eine der besten Möglichkeiten um sicherzustellen, dass genügend Antikörper für die Erholung nach dem Sport gebildet werden, um das Risiko einer Schwächung des Immunsystems zu verringern. 

Anwendung: Einfach 4 Kapseln nach dem Training mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen. Bei mehr als 3 Trainingseinheiten pro Woche empfehlen wir die tägliche Einnahme von 4 Kapseln.

Die foodspring L-Glutamin ist auf www.foodspring.de erhältlich und kostet aktuell 9,99 €.

Quelle STUDIO BRANDFORMANCE

Digitale Vertriebsplattform für KMU

0
shopvibes

ShopVibes schließt sechsstellige Pre-Seed Finanzierungsrunde ab

Das Münchener B2B-SaaS-Startup ShopVibes hat erfolgreich eine hohe sechsstellige Pre-Seed Finanzierungsrunde mit renommierten Investoren abgeschlossen. Als Lead- Investor agiert dabei Dr. Heinz Raufer, der selbst als Gründer mit Atrada und hotel.de zwei erfolgreiche Unternehmen aufbaute und verkaufte sowie als einer der ersten Investoren FlixBus unterstützte. ShopVibes entwickelt und vertreibt eine Software-Lösung, mit der elementare Prozesse im Vertrieb digitalisiert und damit automatisiert und erheblich vereinfacht werden können.

Damit unterstützt ShopVibes insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der digitalen Verwaltung ihrer Produkte, Medien, Bestellungen und Vertriebspartner. Mit dem Kapital will das Unternehmen die technologische Entwicklung voranbringen und das Team vergrößern.

Mit ShopVibes zum digitalen Produkt-Vertrieb

ShopVibes verbindet als All-In-One Product Information Management System (PIM) auf seiner digitalen Plattform kleine und mittelständische Hersteller (KMU) und deren Marken mit ihren Händlern. Damit können diese alle produkt- und vertriebsrelevanten Daten und Prozesse zentralisiert digital abbilden. Dabei unterstützt die Technologie des Startups auch bei der Optimierung der Produktdaten für eine bestmögliche Platzierung in allen Verkaufskanälen, in dem Produktdaten aus verschiedenen Quellen generiert, aggregiert und intelligent nutzbar gemacht werden.

Durch flexible Export-Formate können diese Daten dann mit allen Vertriebspartnern und -kanälen ausgetauscht werden. Insbesondere die wachsende Komplexität und die technischen Anforderungen, die durch den Vertrieb auf mehreren Kanälen, sowohl mit Offline- als auch Online-Händlern und Marktplätzen, entstehen, stellt KMU vor große Herausforderungen, die mit ShopVibes einfach und kostengünstig gemeistert werden können.

“Aktuelle Lösungen im Markt sind sehr komplex und teuer in der Einführung und Nutzung und damit primär für Enterprise-Kunden sinnvoll. Wir ermöglichen mit unserer schlanken Lösung endlich auch KMU Zugang zu einem professionellen Produkt-Informations-Management-System. Mit unserer Technologie erhöhen wir den Digitalisierungsgrad im Vertrieb enorm und lösen so aufwendige und teure manuelle Prozesse und Excel-Tabellen ab“, erklärt CTO und Mitgründer Philipp Schlieker.

Persönliche Erfahrung führt zur Gründung von ShopVibes

Die Idee für ShopVibes basiert auf den Erfahrungen von Mitgründer Daniel Wimmer in seiner früheren Tätigkeit bei einem großen Online-Händler, bei dem er direkt an der Schnittstelle zwischen Herstellern und dem Online-Händler tätig war.

“Die Prozesse liefen oft sehr analog ab, vieles basierte noch auf MS Excel und E-Mail. Gleichzeitig war vielen Herstellern die Relevanz von guten Produktdaten nicht bewusst und zudem konnten sie diese oft auch nicht erfüllen”, erinnert er sich.

Renommierte Investoren investieren in die digitale Lösung von ShopVibes

Renommierte Investoren und Gründer investieren nun eine hohe sechsstellige Summe im Rahmen der Pre-Seed-Finanzierungsrunde. Als Lead-Investor agiert dabei Dr. Heinz Raufer, der selbst als Gründer mit Atrada und hotel.de zwei erfolgreiche Unternehmen aufbaute und verkaufte sowie als einer der ersten Investoren Flixbus unterstützte. Daneben investieren Reinhard Wick, ehemaliger Gründer- Kollege von Dr. Raufer bei hotel.de, Ralf Fischer, erfahrener Retailtech-Investor und Digital- Unternehmer, Quirin Herz, jahrelange eCommerce- und Venture-Erfahrung, sowie Hannes Detjen und Emil Beck, Gründer von Remazing, einem führenden Anbieter von Services und -Software-Lösungen für Amazon.

“Ich freue mich sehr, Teil des ShopVibes-Investoren-Teams geworden zu sein und die ShopVibes- Gründer bei der dringenden Produktdaten- und -prozess-Digitalisierung insbesondere kleiner und mittel- ständischer Hersteller sowie Händler unterstützen zu dürfen. Die ShopVibes-Technologie verschafft dieser Kundengruppe bereits heute kostengünstig und schnell entscheidende Vorteile, so dass diese schon kurzfristig Produktivität sowie Qualität im Produktdaten-Management und somit ihre Umsätze im Online- Vertrieb signifikant steigern können und damit langfristig wettbewerbsfähiger werden.”, so Dr. Heinz Raufer, Business Angel und Investor bei ShopVibes.

Ralf Fischer kennt die Herausforderungen im Online-Handel sehr gut und ergänzt: „Als wir mit der verticalAds Group unsere Dienstleistung für den Retail-Bereich aufgebaut haben, waren wir schockiert über die schlechte Qualität der verfügbaren Produktdaten. Daran hat sich in Europa seitdem wenig geändert. Dabei sind diese die Grundlage jeder digitalen Kaufentscheidung. ShopVibes geht dieses Problem mit einer effizienten und automatisierten Software-Lösung an, die Brands und Shops damit einen direkten Uplift in den Verkaufszahlen verspricht. Ein großer Markt, die attraktive Produktlösung und das vielversprechende Gründerteam sind die entscheidenden Argumente für mein Investment.“

Daniel Wimmer kommentiert das Investment so: „Wir freuen uns sehr, dass wir Investoren mit relevanter Erfahrung für uns gewinnen konnten und so unsere Vision einer zentralen, digitalen Plattform für den Multi-Channel-Vertrieb für KMU weiter vorantreiben können. Wir werden primär in den Ausbau unseres Teams und damit in die Produktentwicklung und die weitere Expansion investieren.“

Quelle ShopVibes GmbH

Gesundheit neu denken – Barmenia Next Strategies investiert in innovative Start-ups

0
Barmenia Next Strategies

Die Barmenia Next Strategies GmbH beteiligt sich an neuen, erfolgsversprechenden Start-ups, insbesondere mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Durch frühe Investments unterstützt die BNS junge Unternehmen. 

Heute schon an morgen denken. Das ist der Leitsatz, den die Barmenia im Sinne ihrer Kundinnen und Kunden lebt. Dazu gehört auch, über den Tellerrand zu schauen und Neues auszuprobieren. Das ist es, was die Barmenia Next Strategies GmbH (BNS) auszeichnet. Durch frühe Investments unterstützt die BNS innovative Start-ups finanziell und mit Know How aus dem Gesundheitssektor. 

Neue Ideen für Barmenia-Kunden schnell umsetzen 

„Die Welt dreht sich immer schneller und es entstehen viele neue Ideen. Dabei ist es für die Barmenia und unsere Kunden wichtig, innovative Start-ups und Gesundheitslösungen schnell zu erkennen, zu bewerten und Chancen direkt zu ergreifen. Darum haben wir die BNS gegründet“, sagt Geschäftsführer Dr. Jan Seidel. 

Als Frühphasenfinanzierer ist die BNS Teil der in Wuppertalansässigen Versicherungsgruppe Barmenia. „Die Gesellschaft wird uns dabei helfen, Innovationen früh zu erkennen, Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen und neue Ertragspotenziale für die Barmenia zu heben“ so Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen. 

Frühphaseninvestor crossbuilders ist kompetenter Partner 

Als kompetenten Partner hat sich die Barmenia Next Strategies GmbH hierbei den Company Builder und Frühphaseninvestor crossbuilders GmbH mit ins Boot geholt. Das Unternehmen mit Sitz in Köln bringt jahrelange Expertise und ein breites Netzwerk im Start-up- und Versicherungs-Umfeld mit. Im engen Austausch führt crossbuilders dabei die operativen Tätigkeiten rund um die Umsetzung von Start-up-Investments durch. 

Die Zusammenarbeit trägt bereits Früchte. „Es haben sich schon sehr spannende und vielversprechende Projekte ergeben. Neben disruptiven Lösungen für unsere Kunden, profitieren wir hier auch von einem frischen Mindset der Gründer.“, sagt Geschäftsführer Steffen Ingignoli.

BNS beteiligt sich bereits an innovativen Start-ups

Bisher hat die 2021 gegründete BNS in die Start-ups Fimo Health, Peers, Local Life und HealthCaters sowie weitere Beteiligungen im Pflege-Markt investiert. In der Rolle eines „Co-Lead Investors“ wurde insgesamt eine siebenstellige Summe in das Kölner Gesundheits-Start-up Fimo Health GmbH investiert. Das im Jahr 2020 gegründete Unternehmen hat eine App entwickelt, die Patienten und Patientinnen bei der Bewältigung der Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms, das u.a. als Folge einer Covid 19-Erkrankung auftreten kann, helfen soll.

Anfang Juli beteiligte sich die BNS zudem am Start-up Peers. Peers Vision ist es, eine ganzheitliche „Go-to-Plattform“ zur Stärkung der psychischen Gesundheit aufzubauen. Geleitet von Psychotherapeuten kommen die Teilnehmenden einmal in der Woche in Gruppenkursen virtuell zusammen und können so von- und miteinander lernen. Erst kürzlich hat sich die BNS am aufstrebenden Start-up Local Life beteiligt. Local Life ist ein nachhaltiger Lieferdienst aus Wuppertal, der vor allem lokale und regionale Produkte im Angebot hat. 

Ein weiteres neues Investment der BNS ist HealthCaters. Mit einem mobilen Set können Kunden selbst verschiedene Gesundheitstests durchführen. Das ist zum Beispiel für Mitarbeiter in Unternehmen interessant, aber auch für die medizinische Versorgung in ländlichen Gegenden.

Bild Die BNS-Geschäftsführer Steffen Ingignoli (links) und Dr. Jan Seidel unterstützen Start-ups. Quelle Copyright: Barmenia/ Jan Ladwig

Quelle Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG

Spritzgießworkshop für Gründer*innen

0
spritzgießworkshop

Spritzgießworkshop für Gründer*innen

Das Labor für Kunststofftechnologie der FH Münster und das FabLab des Digital Hub münsterLAND zeigten, wie Start-ups das Produktionsverfahren nutzen können

Spritzgießen ist das wichtigste Verarbeitungsverfahren zur Produktherstellung in größeren Stückzahlen. Interessant ist dies insbesondere für Gründer*innen, die damit ihre eigene Idee in die Tat umsetzen können. Doch das Verfahren ist sehr komplex – deshalb veranstalteten das Labor für Kunststofftechnologie der FH Münster und der Digital Hub münsterLAND nun zwei Workshops, um das Produktionsverfahren kennenzulernen.

Mit Schutzbrillen ausgestattet starteten die Workshop-Teilnehmenden mit einer Tour durch das von Prof. Dr. Reinhard Lorenz geleitete Labor für Kunststofftechnologie des Fachbereichs Chemieingenieurwesen auf dem Steinfurter Campus. Labormeister Martin Althoff erklärte dabei von Maschine zu Maschine, was es damit auf sich hat. Es ging vorbei am Doppelschnecken-Extruder, mit dem die Hochschule demnächst professionell ihr eigenes Kunststofffilament für ihre FH-3D-Drucker herstellen wird, und schließlich zur Spritzgießmaschine. Optik, Maßhaltigkeit und das Gewicht müssen bei den Spritzgießprodukten stimmen.

Dafür lassen sich verschiedene Parameter anpassen – wie etwa der Einspritzdruck und Nachdruck. Nach der theoretischen Einführung an der Maschine ging es gleich in die Praxis. Aus lebensmittelechtem Styrol-Acrylnitril-Copolymer, kurz SAN, startete die Löffelproduktion. Besteck mit Farbe wünschten sich die Workshop-Teilnehmer*innen, also mischte Althoff dem Kunststoff rotes Farbgranulat bei. Schnell zeigte sich, was passiert, wenn nicht alle Parameter optimal eingestellt sind. „Wer möchte einen Eislöffel?“, scherzte Althoff und hielt einen eckigen Löffel mit einer zu kurzen Ausbuchtung hoch. „Hier war der Einspritzdruck zu gering.“

Während die Maschine arbeitete, hatten die Gründer*innen Zeit, zahlreiche Fragen zu stellen und auch im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer*innen noch rege aus. „Bei Treffen wie diesen, wenn wir über konkrete Anwendungsfälle sprechen, kann man viel lernen“, so Christina Wulf, FH-Studentin und Gründerin von „Closd“. Sie möchte nachhaltige Handyhüllen produzieren, daher sei das Spritzgießverfahren für sie interessant. „Ich beschäftige mich seit einem Jahr mit Kunststoffen. Heute habe ich wieder neue Aspekte zur sogenannten Shore-Härte kennengelernt, vorher habe ich mich auf das Schlageigenschaftsprofil des Materials konzentriert.“

Gründungsinteressierten und Gründer*innen an der FH Münster steht das Labor für Kunststofftechnik beratend zur Seite: „Selbstverständlich helfen wir gern bei der Materialauswahl, dem Kunststoffeigenschaftsprofil, geben Tipps zum Werkzeugbau oder den Herstellern“, sagt Martin Althoff. „Kleinserien können wir hier im Labor auflegen – alles bis kurz vor der Serienproduktion.

Dann müssen die Start-ups damit in die Wirtschaft gehen.“ Workshops wie diese biete er an, damit sich die Gründungsinteressierten vorstellen können, was mit Spritzgießen alles möglich ist. „Sie können es hier ausprobieren und dann bei den Lohn-Spritzgießanbietern genauso einfordern“, sagt Althoff.

Eine Woche zuvor trafen sich Althoff und die Gründungsinteressierten bereits zu einem Theorie-Workshop im Digital Hub münsterLAND am Hafen in Münster, um das Spritzgießverfahren kennenzulernen. „Der Workshop unterstreicht die Bedeutung des FabLabs als Schnittstelle zwischen der FH Münster und dem Digital Hub münsterLAND als Fabrikationslabor für Gründungsinteressierte. Wir schaffen hierdurch ein Angebot, das Ressourcen in Münster bündelt und damit Gründer*innen, Start-ups und auch Unternehmen aus dem Umfeld des REACH Euregio Start-up Centers, des Digital Hub münsterLANDs und der Hochschule Zugang zu diesen Technologien ermöglicht“, erklärt Steffen Schwarz vom Digital Hub münsterLAND.

Er ist Senior Project Manager im FabLab und Expert Coach für Hardwareentwicklung im REACH Euregio Start-up Center. Mit dem Spritzgießverfahren können verschiedene Kunststoffprodukte hergestellt werden, indem in einer Maschine Kunststoffgranulat erhitzt und anschließend in eine Form eingespritzt wird. Althoff und Schwarz vom Digital Hub münsterLAND präsentierten den Teilnehmenden unter anderem einen Sensor für Turbinenanlagen, den Althoff im Labor für Kunststofftechnologie hergestellt hat – oder auch zum Beispiel Eierbecher oder einen Schulterstab für den Zugversuch.

Bild Um die Grundlagen des Spritzgießverfahrens ging es im ersten Workshop mit Steffen Schwarz vom Digital Hub münsterLAND (vor Kopf) und Martin Althoff von der FH Münster (2. v. r.). (Foto: FH Münster/Frederik Tebbe)

Quelle FH Münster

50 Mio. EUR im Kampf gegen den Krebs: Bayern Kapital beteiligt sich erneut an CatalYm

0
bayern kapital

Bayern Kapital beteiligt sich im Rahmen einer Series-C-Runde aus Mitteln des Wachstumsfonds Bayern 2 erneut an CatalYm.

Das biopharmazeutische Unternehmen aus Martinsried bei München entwickelt neuartige Krebsimmuntherapien, die den Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15) neutralisieren. Neben Bayern Kapital beteiligen sich auch Forbion, Novartis Venture Fund, Vesalius Biocapital III, BioGeneration Ventures und Coparion aus dem Kreis der Bestandsinvestoren. Als Lead-Investoren der Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von 50 Mio. EUR steigen Brandon Capital und Jeito Capital neu mit ein.

Die 2016 aus der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ausgegründete und auf den innovativen Forschungsergebnissen von Prof. Dr. Jörg Wischhusen basierende CatalYm entwickelt monoklonale Antikörper, die das effektive Eindringen von Immunzellen in die Mikroumgebung von Tumoren unterstützen und damit einen hohen medizinischen Bedarf in der Immunonkologie adressieren. Leitprodukt des Pioniers im Forschungsfeld neuartiger Krebsimmuntherapien ist Visugromab (ehem. CTL-002), ein humanisierter, monoklonaler Antikörper zur spezifischen Neutralisationen des vom Tumor produzierten Wachstums- und Differenzierungsfaktors 15 (GDF-15).

Hohe GDF-15-Konzentrationen in der Tumorumgebung helfen den Tumorzellen sich dem Immunsystem zu entziehen, und sind mit Resistenzen gegen derzeit verfügbare Standardbehandlungen und aktuelle Immuntherapieansätze wie Checkpoint-Inhibitoren verbunden. Visugromab wirkt dabei auf unterschiedliche Weisen, so werden einerseits durch die Neutralisierung von GDF-15 das Eindringen von Immunzellen in den Tumor verstärkt, aber auch die Aktivierung tumorspezifischer T-Zellen verbessert.

Mit den neuen finanziellen Mitteln der abgeschlossenen Series-C-Runde leitet das Unternehmen die zweite Phase des Entwicklungsprogramms für Visugromab ein. Dieses basiert auf den überzeugenden Ergebnissen zur Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit bei fortgeschrittenen Patienten in Phase 1 sowie auf anhaltend positiven klinischen Reaktionen in der laufenden GDFATHER-2-Studie (GDF-15 Antibody-mediaTed Human Effector cell Relocation Phase 2). Die Studie untersucht Visugromab in Kombination mit einem Anti-PD1-Antikörper bei Patienen mit fortgeschrittenen Tumoren, die refraktär gegenüber einer vorherigen Anti-PD1/PD-L1-Behandlung waren. Dafür werden derzeit Patienten an klinischen Zentren in mehreren Ländern Europas rekrutiert – umfangreiche Daten aus dem klinischen Studienprogramm für Phase 2 erwarten die Wissenschaftler im 2. Halbjahr 2023.

„Die erfolgreich abgeschlossene Series-C-Finanzierungsrunde ist eine weitere Bestätigung dafür, dass sich Visugromab als neues immuntherapeutisches Krebsmedikament mit dem Potenzial entwickelt, die immunonkologische Landschaft zu verändern“ , sagt Dr. Phil L’Huillier, CEO bei CatalYm. „Wir schätzendas Engagement unserer neuen und bestehenden Investoren sehr und werden gemeinsam mit ihnen die weitere klinische Entwicklung in Richtung zulassungsrelevanter Studien vorantreiben.“

Im Zuge der abgeschlossenen Transaktion werden Dr. Jonathan Tobin, Partner bei Brandon Capital, und Dr. Andreas Wallnoefer, Partner bei Jeito Capital, zu neuen Mitgliedern in den Beirat von CatalYm berufen.

„Wir sind begeistert von den äußerst vielversprechenden klinischen Daten, die CatalYm in kurzer Zeit generiert hat. Sie zeigen, dass das Unternehmen in der Lage ist, ein Programm voranzutreiben, das sich auf ein neues Zielmolekül konzentriert und einen zielgerichteten Antikörper entwickelt, um adaptive Immunantworten bei Krebspatienten im Endstadium zu erzeugen. Wir freuen uns darauf, das Team von CatalYm beim Übergang von Visugromab in die späte klinische Entwicklung zu unterstützen und die Rolle von GDF-15 bei der Immunsuppression weiter zu untersuchen“, kommentiert Dr. Jonathan Tobin.

Dr. Andreas Wallnoefer ergänzt: „Visugromab hat in den ersten Studien vielversprechende Ergebnisse gezeigt, die zu mehreren beeindruckenden Reaktionen bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren führten. Mit seinem bedeutenden Wirksamkeitsprofil und einer guten Verträglichkeit hat das Medikament großes Potenzial, das Leben von Patienten zu verbessern und ein wichtiger Teil von Krebs-Immuntherapieschemata zu werden.“

„CatalYm entwickelt mit dem monoklonalen Antikörper Visugromab eine neuartige Krebsimmuntherapie für Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, die auf aktuelle Therapieansätze wie Checkpoint-Inhibitoren nicht bzw. nicht mehr ansprechen“, sagt Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital. „Seit unserer ersten Beteiligung im September 2020 hat das Unternehmen mit vielversprechenden Ergebnissen einen weiteren großen Schritt in der klinischen Entwicklung gemacht. Wir freuen uns sehr, diesen aussichtsreichen Weg gemeinsam mit dem Team von CatalYm fortzusetzen.“

Bayern Kapital beteiligte sich mit einem signifikanten Millionenbetrag aus Mitteln des Wachstumsfonds Bayern 2 (WFB 2). Der vom Bayerischen Wirtschaftsministerium initiierte und von Bayern Kapital verwaltete WFB 2 steht für Beteiligungen zwischen 2 und 10 Mio. Euro und bedient damit die dritte von vier Stufen in der Reihe maßgeschneiderter Bayern-Kapital-Fonds für alle relevanten Phasen der Unternehmensentwicklung.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kommentiert: „Die Start-ups im Freistaat bauen auf unseren Wachstumsfonds Bayern 2. Mit diesem Instrument können wir hochinnovative Unternehmen wie CatalYm in großen Finanzierungsrunden gemeinsam mit privaten Investoren substanziell unterstützen. Als Staatsregierung wollen wir die bayerischen Start-ups auch in der Wachstumsphase begleiten. Diese Finanzierungen sind ein sehr gutes Investment in den Standort Bayern. Sie machen den Freistaat für Gründer attraktiv und schaffen langfristig neue Arbeitsplätze.“

Bild Geschäftsführer Dr. Georg Ried

Quelle Bayern Kapital GmbH/ IWK Communication Partner

Tricentis gewinnt Suhail Ansari als Chief Technology Officer

0
Suhail Ansari

Tricentis gewinnt Suhail Ansari als Chief Technology Officer

Der erfahrene technische Manager soll Innovationen im Bereich Software Testing und Quality Engineering vorantreiben

Tricentis, ein weltweit führender Anbieter für Continuous Testing in Enterprise-Unternehmen, ernennt Suhail Ansari zum Chief Technology Officer (CTO). Ansari zeichnet ab sofort verantwortlich für die Weiterentwicklung der globalen Technologiestrategie und die Bereitstellung von hochwertigen Produkten und Plattformen für Kunden und Partner von Tricentis.

„Die Geschwindigkeit, mit der Anwendungen entwickelt und von Unternehmen eingesetzt werden, nimmt weiter zu und macht deutlich, dass Innovationen im Bereich Continuous Testing und Software Quality Engineering geschäftskritisch sind“, erklärt Ansari. „Ich freue mich, jetzt Teil des Teams von Tricentis zu sein. Hier ist das Engagement und die Investitionsbereitschaft des Unternehmens in diesem Bereich deutlich spürbar. Ich möchte meine Erfahrung nutzen, um Innovationen voranzutreiben und das zukünftige Wachstum zu fördern.“

Ansari ist ein erfahrener Spezialist für technisches Management, Produktmanagement, verteilte Systeme und mehr. Er kommt von McAfee zu Tricentis, wo er als Senior Vice President of Engineering and Operations tätig war. Außerdem hatte er Führungspositionen bei Realtor.com, Pivotal Software und eBay inne.

„Ich bin beeindruckt, welch erstklassigen Talente wir in jüngster Zeit für Tricentis gewinnen konnten. Wir freuen uns, Suhail Ansari in unserem Führungsteams zu begrüßen“, erklärt Kevin Thompson, Chairman und Chief Executive Officer von Tricentis. „Er bringt fundierte Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produkte und der Leitung von Engineering-, Produkt- und Data-Science-Teams mit. Das wird uns dabei helfen, unsere globale Technologiestrategie weiterzuentwickeln und unsere Vorreiterrolle im Bereich Continuous Testing und Software Quality Engineering weiter auszubauen.“

Ansari gehört zum Führungsteam des Unternehmens. Erst kürzlich gab Tricentis die Ernennungen von Jen Lucas zum Chief People Officer, Amanda Borichevsky zum Chief Legal Officer und General Counsel und Darren Beck zum Chief Marketing Officer bekannt.

Bild Suhail Ansari, Chief Technology Officer bei Tricentis

Quelle Akima Media

Social-Impact-Studie: Wille zum sozialen Konsum trotz Krise

0
Social-Impact
Im Bild v.l.n.r.: Rainer Will: Gesch‰ftsf¸hrer Handelsverband ÷sterreich; Iris Braun: Gr¸nderin der Social Impact Marke share; Bernadette Kamleitner: Konsumforscherin, WU; Astrid Aschenbrenner: Content Creator und Aktivistin; Klaus Schwertner: gf. Direktor der Caritas; Nora Mitterbˆck: Bundesministerium Klima- und Umweltschutz

share präsentiert zum Black Friday Studie zu Konsum und diskutiert mit Expert:innen

80% der Österreicher:innen wünschen sich, dass es zukünftig Standard sein soll, dass Unternehmen einen Social Impact haben
80% der Befragten achten darauf, was sie konsumieren.
75% möchten in der Zukunft aktiv über ihren Konsum positiven gesellschaftlichen Einfluss nehmen / rund 75% möchten mit ihrem alltäglichen Handeln die Welt verbessern
72% sehen das Konsumverhalten in Österreich kritisch und sind der Meinung, dass es sich verändern sollte

Black Friday is coming: Anlässlich des jährlichen Turbokonsums diskutierten Expert:innen, welche Kraft im Konsum steckt, wenn wir ihn anders gestalten. Klaus Schwertner (Gf. der Caritas Wien), Rainer Will (Gf. Handelsverband), Nora Mitterböck (Referentin vom Bundesministerium für Klima- und Umweltschutz), Bernadette Kamleitner (Konsumforscherin, WU), Astrid Aschenbrenner (Content Creator und Aktivistin) sowie Iris Braun (share Mitgründerin) nahmen die aktuellen Ergebnisse der von share in Auftrag gegebenen Studie mit appinio über das Konsumverhalten der Österreicher:innen zum Anlass, um zu diskutieren: Wie wichtig ist Österreich sozialer Konsum?

Dass Konsum in Österreich kritisch gesehen wird, zeigt die Social-Impact-Studie von share: 39 Prozent der Österreicher:innen verbinden das Wort „Konsum“ mit Überfluss und 56 Prozent sind der Meinung, dass Konsum und etwas „gutes Tun“ sogar im Kontrast zueinander stehen.

Wer hat Einfluss auf unser Konsumverhalten?

Fast die Hälfte (48%) der Österreicher:innen sind der Meinung, dass unter anderem Unternehmen den größten Einfluss auf unser Konsumverhalten haben. Hingegen 45 Prozent sehen auch die Verbraucher:innen selbst als großen Einflussfaktor. Fast ein Drittel der befragten Personen sieht ebenfalls bei den Medien (30%) und der Politik (30%) als große Einfluss-Geber. „Ich wünsche mir, dass sich damit eine Form von Unternehmertum etabliert, die Gewinn und gesellschaftliche Verantwortung nicht als Entweder-oder sieht, sondern als einen sich gegenseitig verstärkenden Kreislauf“, so Iris Braun.

Die Hälfte kauft gleich viel Social-Impact-Marken trotz Krise, ein Drittel sogar mehr

Mehr als 80 Prozent der Österreicher:innen sind davon überzeugt, dass ökologische Nachhaltigkeit heute allein nicht mehr ausreicht – es sollte Standard sein, dass Unternehmen einen Social Impact haben. Drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass Unternehmen mit einem Social Impact den Konsum zu etwas Positiverem und die Welt zu einem besseren Ort machen. Jedoch ist im Oktober der Verbraucherpreis um 11 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Somit stellt sich die Frage: Wollen sich Konsument:innen in Krisenzeiten sozialen Konsum noch leisten? Ja – 47 Prozent sind bereit in der Inflation weiterhin Social-Impact-Produkte zu kaufen und 30 Prozent wollen sogar mehr Produkte kaufen. Trotz Dauerkrisen und hoher Inflation ist somit die Kaufbereitschaft in Österreich für Social-Impact-Marken weiterhin gegeben

Fazit der Diskussion: Konsum muss die Welt retten

Auf die abschließende Frage, ob Konsum die Welt retten kann, sind die Expert:innen einer Meinung: „Konsum muss die Welt retten.“ Stellschrauben, an denen dazu drehen kann, ist nach Meinung der Expert:innen die Bildung und Transparenz über Realpreise und Lieferketten, damit Konsument:innen nachvollziehen können, wie Produkte hergestellt werden und wie die Preisgestaltung passiert. Darüber hinaus wird es nur mit gemeinsamer Anstrengung gehen, so die Expert:innen. Sowohl Unternehmen, Konsument:innen und die Politik müssen Maßnahmen setzen, um einen dringend benötigten Wandel herbeizuführen.

Nora Mitterböck, BMK: „Wir müssen umdenken“

„Die Verantwortung beim Konsum liegt auch bei den Konsument:innen. Wir sind es gewohnt auch noch am Abend das gesamte Produktangebot im Supermarkt vorzufinden. Die Frage ist, ob das sein muss. Vor allem klassische 1 + 1 Aktionen sind sehr verlockend, führen aber dazu, dass mehr Lebensmittel weggeschmissen werden. Hier muss ein Umdenken stattfinden.“

Bernadette Kamleitner, Konsumforscherin WU: „Rabatte sind oft ein Problem“

„Mengenrabatte sind ein großes Thema, weil es so wirkt als würden die Konsument:innen sich nicht klug verhalten, wenn sie eine Aktion nicht ausnutzen. Der reale Preis von Produkten spielt deshalb eine große Rolle. Für Konsument:innen ist es wichtig, zu verstehen, was die Produkte wirklich wert sind. Bei so großen Preisreduktionen ist es schwierig, den eigentlichen Wert zu erkennen.“

Rainer Will, Gf. Handelsverband: „EU-weit höchsten Bio-Anteil im Lebensmittelhandel“

„Eines ist Fakt: Wir hatten in Österreich noch nie so sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel wie jetzt – und das zu einem fairen Preis. Unsere Umwelt- und Tierschutzstandards sind so hoch wie in kaum einem anderen Land. Daher setzt der heimische Lebensmittelhandel in vielen Bereichen auf österreichische Produkte. In unseren Regalen findet sich auch eine Vielzahl an regional und lokal produzierten Qualitätsprodukten. Heute hat Österreich den EU-weit höchsten Bio-Anteil im Lebensmittelhandel. Der Handel trägt damit entscheidend zum Erhalt landwirtschaftlicher Strukturen und Produzenten in Österreich bei.“

Klaus Schwertner, Gf. der Caritas Wien: „Wichtig ist der erste Schritt

„Die Art und Weise, wie wir leben und was wir konsumieren, kann positive oder negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt – nah und fern – haben. Wir alle tragen dafür Verantwortung. Hier umzudenken ist notwendig und wir als Caritas bemühen uns sehr, sozial nachhaltige Konsumalternativen anzubieten – unter anderem auch mit share Produkten – in unserem Ziegenshop auf der Mariahilfer Straße.“

Astrid Aschenbrenner, CC/Aktivistin: „Konsument:innen können Unterschied machen“

„Ausschließlich sozialer Konsum ist nicht möglich, weil uns dafür die Regulierungen und eine transparente Lieferkette fehlen. Natürlich können sich Konsument:innen immer die Frage stellen „Brauche ich das wirklich?“ und bewusster konsumieren. Das ist allerdings nach wie vor eine sehr privilegierte Ausgangslage und nicht für alle Bevölkerungsgruppen möglich.“

Iris Braun, share: „Unternehmen müssen mehr Verantwortung übernehmen“

„Unternehmen müssen mehr Verantwortung übernehmen. Das Vertrauen der Konsument:innen, dass Unternehmen zu einem Wandel beitragen können, ist nämlich da. Dabei ist es besonders wichtig als Konsument:in zu verstehen was passiert, wenn ich meinen persönlichen Konsum ändere. Transparente Lieferketten und eine nachvollziehbare Preisgestaltung sind dann entscheidende Punkte.“

Bild: v.l.n.r. Rainer Will (Gf. Handelsverband), Iris Braun (share Mitgründerin), Bernadette Kamleitner (Konsumforscherin, WU), Astrid Aschenbrenner (Content Creator und Aktivistin), Klaus Schwertner (Gf. der Caritas Wien), Nora Mitterböck (Referentin vom Bundesministerium für Klima- und Umweltschutz)
Copyright: share/APA-Fotoservice/Juhasz

Quelle Ketchum Publico GmbH

Informationsdienstleister CRIF hält an 350 Millionen Euro an Fintech-Investments bis Ende 2023 fest

0
CRIF

CRIF verfolgt seine globale Fintech-Investitionsstrategie auch unter herausfordernden Marktbedingungen weiter
Die investierten Unternehmen gehören zu Branchen wie dem Bank- oder Versicherungswesen, der Ernährung und der Landwirtschaft
InnovEcos, der Global Open Innovation Hub von CRIF, bietet Fintechs Synergieeffekte und Kooperationen

Mehr als 20 Monate nach Beginn seiner dreijährigen Initiative, bis Ende 2023 insgesamt 350 Millionen Euro in Fintechs zu investieren, blickt der Informationsdienstleister und Technologieanbieter CRIF zufrieden auf die bisher erzielten Fortschritte. Trotz der aktuell herausfordernden Marktbedingungen sieht das global agierende Unternehmen, das Firmen und Finanzinstitute ganzheitlich beim Management ihrer Digital Customer Journey unterstützt, keinen Grund, von seiner globalen Investitionsstrategie abzuweichen. Ziel ist es, sich als StartUp Inkubator zu etablieren und durch das kontinuierliche Beobachten von Trends und Entwicklungen das Wachstum von morgen abzusichern.

„Die von uns ausgewählten Fintechs und StartUps versprechen langfristiges Wachstum. Sie sind dank ihren soliden Geschäftsmodellen und der Möglichkeit, sie in unser Innovationsökosystem zu integrieren, bestens aufgestellt. Das gibt uns das Selbstvertrauen, auch angesichts des aktuellen Investment-Klimas an unserer Strategie festzuhalten“, beschreibt Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland, die Investitionsstrategie, die vom CRIF-Konzern verfolgt wird.

„Als Investor und Innovations-Zentrum sind wir in der Lage, Synergien zu nutzen und StartUps mit unserer Informations- und Datenkompetenz zu unterstützen. Diese Rolle ist für uns ideal, weil sie es uns erlaubt, die Stärken der Fintechs zu ergänzen und unsere eigenen hervorzuheben. Mehr als 20 Monate nach dem Start unserer gezielten Investitionsstrategie sehen wir eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Partner, die Branchen verändern – und die Welt

Die investierten Unternehmen gehören verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Reifegraden an, darunter Bank- und Finanzinstitute, das Versicherungswesen oder Firmen mit dem Schwerpunkt Ernährung. Sie alle setzen auf digitale Geschäftsmodelle, die das Potenzial haben, die Art und Weise, wie in ihrer jeweiligen Branche gearbeitet wird, grundlegend zu verändern.

Da die Investitionsstrategie ein globales Vorhaben ist, kommen die Unternehmen, in die CRIF investiert, allerdings nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt. So ist beispielsweise Strands besonders in Spanien, Lateinamerika und Asien stark vertreten. Das Fintech, das auf fortschrittliche digitale Banklösungen spezialisiert ist und 2020 von CRIF übernommen wurde, entwickelt KI-gesteuerte Softwarelösungen für Banken und Finanzinstitute. Bislang wurden mittels weltweiter Kooperationen über 700 Digital-Banking-Implementierungen integriert, mit dem Ziel, die Kundenbindung zu steigern und neue Einnahmen über digitale Kanäle zu generieren.

Ein weiteres Beispiel ist Inventia, ein Anbieter digitaler Identifizierungslösungen, der vor zwei Jahren vollständig von CRIF übernommen wurde. Als einer der europäischen Marktführer für digitale Onboarding-, Videoerkennungs- und Customer-Engagement-Lösungen hat Inventia Kunden auf der ganzen Welt, darunter führende Banken, Telekommunikations-, Versorgungs-, Automobil- und Versicherungsunternehmen. Dabei arbeitet Inventia mit internationalen Partnern wie HP und Genesys zusammen.

Viele der Unternehmen, an denen CRIF beteiligt ist, stützen sich auch auf die Kerngeschäftslösungen von CRIF und ergänzen dessen Angebot. So nutzt beispielsweise Fido, eine italienische Plattform zur digitalen Kreditwürdigkeitsprüfung, neue Arten von datenschutzkonformen Angaben, die aus dem digitalen Fußabdruck der Online-Aktivitäten der Verbraucher stammen. Fidos Anwendungen für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nutzen Hunderte von nicht-finanziellen Signalen, um in Kreditantragsstrecken die Akzeptanzraten zu erhöhen, Zahlungsausfälle zu reduzieren und die finanzielle Integration zu fördern.

Eine klare Vision als Treiber der Zukunft

CRIF ist immer auf der Suche nach innovativen Ansätzen, die einen entscheidenden Beitrag zu den Kerngeschäftslösungen von CRIF leisten könnten. Um Synergien aus diesen Partnerschaften bestmöglich nutzen zu können, hat CRIF InnovEcos, einen Global Open Innovation Hub, ins Leben gerufen. Er setzt sich aus Fintech-Hubs, Marktmeinungsführern und multidisziplinären Fachleuten mit Erfahrung in der Fintech-Branche zusammen. InnovEcos profitiert von dem globalen Ökosystem der gesamten CRIF-Gruppe: Als Teil einer etablierten Wertschöpfungskette können die Fintechs neue Geschäftsmodelle für innovative Dienstleistungen, Produkte und Prozesse entwickeln und schnell umsetzen.

„Mit unserem aktuellen Investitionsportfolio und InnovEcos sehen wir uns als attraktiven Partner für Fintechs aus der ganzen Welt“, kommentiert Natalia Shchelovanova, Global Innovation and Ecosystem Lead InnovEcos bei CRIF. „Indem wir vielversprechende Unternehmen in das Ökosystem unserer Gruppe aufnehmen, sind wir auf dem besten Weg, ein leistungsstarkes Netzwerk aufzubauen, das Innovation und Fortschritt digitaler Geschäftslösungen in vielen Branchen vorantreibt.“

Bild Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer CRIF Deutschland

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Gitarrenlern-App Fretello: Download-Zahlen explodieren verstärkt durch Kooperation mit Musik-Giganten Yamaha und Thomann

0
Fretello

Linzer Start-up avanciert zu einem Runtastic der Musikwelt

Nach zahlreichen internationalen Kooperationen – unter anderem mit Apple, Sony/ATV und EMI – startet das Linzer Gitarrenlern-Start-up „Fretello“ nun eine weitere Partnerschaft mit zwei globalen Giganten der Musikindustrie: Der international führende Musikinstrumente-Hersteller Yamaha und der weltweit größte Online-Gitarrenhändler Thomann bieten beim Kauf einer Gitarre nun erstmals ein kostenloses Probeabo von Fretello an.

Jede Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein auf dem internationalen Erfolgsweg eines Start-ups – so auch von Fretello: „Die Partnerschaften mit Yamaha und Thomann bringen uns unserer Vision einen großen Schritt näher. Gemeinsam ermöglichen wir unserer Kernzielgruppe – motivierten Gitarreanfänger:innen und Hobbykünstler:innen – einen flexiblen Einstieg in das Instrument und begleiten sie langfristig. Fretello ist kein Ersatz für persönlichen Gitarrenunterricht, sondern eine perfekte Ergänzung, die Spaß macht. Musikschüler:innen erfahren spielerisch echte Resultate und bleiben motiviert“, sagt Florian Lettner, Mitgründer und CEO von Fretello.

„Start Small – Dream Big“

Zum Musikspielen inspirieren: Mit der globalen Kampagne „Start Small – Dream Big“ weckt Yamaha Begeisterung für Musik und erleichtert insbesondere Anfänger:innen den Einstieg in das Erlernen eines Musikinstruments. Der Hersteller holte dafür das Linzer Start-up Fretello als weltweit einzigen Kampagnenpartner im Bereich Gitarre an Bord. Als Teil der Brand-Collaboration bekommen hundert-tausende Kund:innen nun erstmals ein kostenloses Probeabo zur Nutzung der Gitarrenlern-App Fretello beim Kauf einer Gitarre dazu.

Auch der weltweit größte Online-Musikversandhändler Thomann, aus Deutschland, setzt seit kurzem auf die digitale Musiklernplattform von Fretello: Bei jedem Gitarrenkauf über den Onlineshop ist ab sofort ein kostenloses Probeabo von Fretello inkludiert. Erfahrungsgemäß entscheidet sich gut jeder zweite Kunde nach dem Probeabo, ein zahlender Kunde zu werden. 90% dieser Nutzer bleiben für mindestens ein Jahr oder länger dabei. In den kommenden Monaten rechnen die Gründer Florian Lettner und Wolfgang Damm mit monatlich bis zu 100.000 neu abgeschlossenen Abos – damit avanciert die Linzer App zu einem Runtastic der Musikwelt.

Umbruch in der Musikindustrie als Chance

Ausschlaggebend für die beiden strategischen Kooperationen ist der Umbruch bei der Musik-Ausbildung und das geänderte Verhalten von Nutzer:innen seit der Corona-Pandemie. Immer mehr Musikschüler:innen bevorzugen flexiblen und digitalen Musikunterricht. Folglich suchen auch Institutionen wie Musikschulen nun verstärkt nach digitalen Partnern. Beide Kooperationen tragen dieser Entwicklung und dem internationalen Wachstumskurs von Fretello Rechnung, dem mehrere millionenschwere Finanzierungsrunden vorausgehen.

„Wir freuen uns, über den Syndikatsfond des European Super Angel Clubs „EXF Alpha“, Teil dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte zu sein. Die beiden Gründer Florian Lettner – selbst Vollblutmusiker – und Wolfgang Damm sind Unternehmer mit Herz und Seele. Wir haben das Start-up bereits über ein paar Jahre verfolgt und dieses Jahr auch für ein Investment entschieden. Die Energie in der Zusammenarbeit ist großartig, wir träumen nicht nur groß, wir spielen nun auch mit großen Partnern auf der Weltbühne“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Präsident des European Super Angels Club und CEO von Venionaire Capital.

Die europaweiten Partnerschaften mit Yamaha und Thomann bestätigen, was Expert:innen schon lange wissen: In unserer enorm schnelllebigen Gesellschaft, mit ständig wechselnden Rahmenbedingungen, anspruchsvollen, eigenverantwortlichen Kund:innen, die genaue Vorstellungen von einem Produkt haben, brauchen große Corporates das Wissen, die Flexibilität und die Nähe zum Konsumenten, die wiederum nur Start-ups haben.

In diesem konkreten Fall profitieren Yamaha und Thomann von den kurzen Entscheidungswegen, der hohen Adaptivität und der extrem schnellen Reaktionsfähigkeit von Fretello und sind mit dem technisch hochversierten Team rund um die beiden Gründer immer State Of The Art. Im Umkehrschluss dazu profitiert das Linzer Start-up hinsichtlich ihrer Vertriebskanäle in immensem Ausmaß von den europaweiten Partnerschaften, die Dank des European Super Angels Clubs und den damit verbundenen Netzwerken zustande gekommen sind.

Weltweit erstes voll-immersives Augmented Reality Musiklernerlebnis

Fretello hat das weltweit erste Augmented-Reality Musiklernerlebnis entwickelt und ist die einzige Musiklern-App, die dem Lernenden Feedback in Echtzeit bietet – wie man es sonst nur von einem Gitarrenlehrer kennt. Dabei setzt die App auf einen Algorithmus, der Aspekte wie Tonhöhe, Tempo und Spieltechnik analysiert, den bzw. die Gitarrist:in sowie das Instrument über die Frontkamera des Smartphones erkennt und sofort Feedback gibt. Ein Service, wie man es sonst nur mit einem persönlichen Lehrer hat.

Der Content in der App wird ausschließlich von zertifizierten und didaktisch ausgebildeten Musiker:innen erstellt. Lernmotivation durch Gamification und Songs aus den Katalogen von Sony und Kobalt zum Mitspielen ergänzen das systematische Konzept. Diese überlegte Methodik motiviert vor allem beginnende Gitarrist:innen zum Dranbleiben. Seit der Gründung haben sich über 1 Million Gitarrist:innen bei Fretello registriert. Die App erfährt seit Jahren steigende Beliebtheit: Bereits 2019 wurde auch Apple auf Fretello aufmerksam und bewirbt die Produkte seither regelmäßig im App Store. Zukünftig hat die Gitarrenlern-App auch weitere Instrumente im Visier.

Bild: V-li.n.re. Florian Lettner und Wolfgang Damm, das Gründerteam von Fretello und Berthold Baurek-Karlic, Präsident de European Super Angels Club & CEO von Venionaire capital

Quelle Business Director, Ketchum